ROTTWEIL – Am kom­men­den Sams­tag, 27. Okto­ber, fin­det um 19:30 Uhr in der Pre­di­ger­kir­che das letz­te Kon­zert der dies­jäh­ri­gen Rei­he „Rott­wei­ler Orgel­kon­zer­te“ statt. Ioan­na Solo­mo­ni­dou, eine cha­ris­ma­ti­sche jun­ge Orga­nis­tin aus Kasach­stan, wird auf der Orgel der Pre­di­ger­kir­che Wer­ke von Johann Sebas­ti­an Bach und Felix Men­dels­sohn-Bar­thol­dy inter­pre­tie­ren. Der Ein­tritt ist frei, um Spen­den zur Finan­zie­rung der Rei­he wird gebe­ten.

Die Orgel­so­na­ten von Felix Men­dels­sohn-Bar­thol­dy gehö­ren zu den wich­tigs­ten Wer­ken für Orgel im 19. Jahr­hun­dert. Vor allem in den Sona­ten, von denen zwei im Kon­zert zu hören sein wer­den, hat sich der Kom­po­nist das Ver­dienst erar­bei­tet, das Instru­ment der Orgel wie­der in den Fokus der wich­tigs­ten Kom­po­nis­ten zu rücken, denn der sta­ti­sche Ton der „Orgel­ma­schi­ne“ galt vor­dem für das Publi­kum der „Emp­find­sam­keit“ und Wie­ner Klas­sik als zu wenig modu­la­ti­ons­fä­hig, und damit nicht mehr zeit­ge­mäß. Die­se Sicht­wei­se hat Men­dels­sohn kor­ri­giert.

Somit ist der deutsch-roman­ti­sche Stil im Orgel­bau und auch in der Orgel­mu­sik untrenn­bar mit sei­nem Namen ver­bun­den. Ein sprü­hen­der, gera­de­zu mär­chen­haf­ter Opti­mis­mus in sei­ner viel­far­bi­gen Musik ver­mag auch heu­te stets unmit­tel­bar zu begeis­tern. Die Stü­cke von Men­dels­sohn wer­den flan­kiert von sehr unter­schied­li­chen grö­ße­ren Wer­ken des zeit­lo­sen Meis­ters Johann Sebas­ti­an Bach.