Bella Figura – Ausstellung im Dominikanermuseum

ROTTWEIL – Ab 10. November ist im Dominikanermuseum Rottweil die Sonderausstellung „Bella Figura“ mit Spitzenwerken figurativer Kunst aus der Sammlung der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke zu sehen. Die Kunstschau bietet einen kompakten Überblick über die Wandlungen des Menschenbildes von der Spätgotik bis in die Postmoderne.

Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke hat sich die Förderung von Kunst und Kultur auf die Fahnen geschrieben. Die Kunstsammlung der OEW, die über 700 Einzelwerke und Werkgruppen umfasst, dokumentiert die historische Entwicklung der Bildenden Kunst im schwäbisch-alemannischen Raum von den mittelalterlichen Anfängen bis zur Gegenwart.

Die menschliche Figur ist seit jeher ein Hauptthema der Bildenden Kunst. Wie ein roter Faden zieht sich die Beschäftigung mit figürlichen Motiven durch die Geschichte der Kunst.

Die Ausstellung „Bella Figura“ veranschaulicht anhand exemplarischer Werke signifikante Entwicklungslinien der Figuration in der südwestdeutschen Kunst vom 15. bis ins 21. Jahrhundert. Eckpunkte bilden die Skulptur der Spätgotik und die innovativen Gestaltungsimpulse, die im Laufe des 20. Jahrhunderts von den Kunstmetropolen Stuttgart („Hölzel-Kreis“) und Karlsruhe („Neue Figuration“) ausgegangen sind.

Im Blickpunkt stehen markante künstlerische Positionen, die sich durch die Jahrhunderte hindurch auf den Gebieten der Skulptur, der Malerei und der Grafik manifestiert haben – vom Werkstatt-Umkreis Niklaus Weckmanns und Ivo Strigels über Hans Zürn d. J. und Johann Joseph Christian bis hin zu Adolf Hölzel, Max Ackermann, Willi Baumeister, Gottfried Graf, Ida Kerkovius und Oskar Schlemmer sowie HAP Grieshaber, Horst Antes, Heinz Schanz, Walter Stöhrer und Dieter Krieg. Die Kunst der Gegenwart ist mit Stephan Balkenhol und Eckart Hahn vertreten.

Die Ausstellung „Bella Figura“ ist – nach Stationen in Karlsruhe, Stuttgart und Achberg – bis 16. Februar 2020 im Dominikanermuseum Rottweil zu Gast. Der „kunst raum rottweil“ bietet als Museum der Gegenwartskunst, Tür an Tür mit der neu gestalteten Abteilung zur sakralen Kunst des Mittelalters, den idealen Rahmen für die epochenübergreifende OEW-Kunstschau.

Die Sonderausstellung wird am Sonntag, 10. November, um 11 Uhr von Oberbürgermeister Ralf Broß und Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel eröffnet. Als Kurator führt Kreisarchivar Bernhard Rüth in die Ausstellung ein.

 

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