Bilderarchitekt Uwe Krafczik zeigt Werkserie im Künstlerviertel

Exponat von Uwe Krafczik. Foto: pm

ROTTWEIL – „Öff­nung“ – so der Titel einer fas­zi­nie­ren­den Werk­se­rie des Bil­der­ar­chi­tek­ten Uwe Krafc­zik, die er erst­mals am Sams­tag, 10. Novem­ber,  der Öffent­lich­keit vor­stellt. Idea­le Bedin­gun­gen für die­se Ver­nis­sa­ge bie­tet das neue Domi­zil von graselli1763, dem inno­krea­ti­ven Pla­nungs­bü­ro für Objek­te und Innen­räu­me im Künst­ler­vier­tel Neckar­tal, Neckar­tal­stra­ße 153 in Rott­weil.  Beginn der Ver­nis­sa­ge ist 11.30 Uhr. Die Ein­füh­rung  zum The­ma Öff­nung gestal­tet Unter­neh­mens­be­ra­ter und Impuls-Kom­mu­ni­ka­tor Nor­bert Wölbl.

Die Augen öff­nen, sehen was ist – das anzu­sto­ßen ist ele­men­ta­re For­de­rung an die Kunst. Uwe Krafczik´s Bil­der­se­rie Öff­nung, die sich auf höchst anre­gen­de Wei­se dem Betrach­ter öff­net und Ein­bli­cke in ihr Inne­res gibt, schafft damit einen inspi­rie­ren­den Über­gang von Kunst zur Skulp­tur. Ins­ge­samt 21 Expo­na­te umfasst die Samm­lung der­zeit.

Ästhe­tisch reiz­voll  regt Uwe Krafc­zik mit sei­nen Bil­dern an, die Welt und ihre Men­schen mit weni­ger Vor­be­hal­ten zu betrach­ten. „Kunst hat die Auf­ga­be wach­zu­hal­ten, was für uns Men­schen so von Bedeu­tung und not­wen­dig ist.“ (Michel­an­ge­lo). Öff­nung ist für den Künst­ler ein Anlie­gen von Mensch zu Mensch, von Kul­tur zu Kul­tur. In die­sem Zusam­men­hang auch ein Sich-Bewusst­ma­chen, was welt­weit geschieht, in einer Zeit, in der vie­le Men­schen unter­wegs sind auf der Suche nach Türen und Men­schen die sich öff­nen. Ein Anstoß für die Aus­ein­an­der­set­zung, was Öff­nen bedeu­tet, das erst ein­mal ein Zulas­sen sein kann. Die­se Sicht drückt er in sei­ner Bil­der­se­rie aus.

Uwe Krafc­zik malt nicht, er kon­stru­iert Bil­der – nach reif­li­chem Über­le­gen und Hin­ter­fra­gen ent­ste­hen sei­ne Seri­en. Der in Hei­del­berg gebo­re­ne und Mann­heim auf­ge­wach­se­ne Künst­ler hat über das The­ma Bau­en, das ihn von Jugend an beglei­tet, einen stark kon­struk­ti­ven Mal­stil ent­wi­ckelt, der über Begrif­fe wie Linie, Über­schnei­dung, Ver­flech­tung, Bewe­gung, Durch­drin­gung, Sequen­zen, Struk­tur,  in sei­ner Gedan­ken­welt kon­stru­iert wird und sich dann in ein­dring­li­chen Werk­se­ri­en wie­der­spie­gelt.

Wür­di­gen und Sicht­bar­ma­chen von Gedan­ken, Gefüh­len und Sequen­zen des all­täg­li­chen Lebens – geben den Impuls für die Arbei­ten von Uwe Krafc­zik. Ein Bil­der­ar­chi­tekt schöp­fend aus Natur, Archi­tek­to­nik, Zeit­geist und dem gra­phi­schen Moment des Seins. Klei­ne For­ma­te auf hand­ge­schöpf­tem Fabria­no Papier bis hin zu gro­ßen Lein­wand­bil­dern ent­ste­hen in Acryl, Öl, Ölpas­tell, Tin­te. Kräf­ti­ge bis wei­che Farb­plat­zie­rung, Farb­grup­pen je nach The­ma und  Abstim­mung von weiß über rot, grün, blau bis hin zu schwarz.

Ein Raum wirkt nie nicht.“ Das ist die Phi­lo­so­phie von Andre­as Häf­ner, Inha­ber und krea­ti­ver Kopf des Pla­nungs­bü­ros für Innen­räu­me graselli1763. Kei­nem Stil ver­pflich­tet ist der inno­krea­ti­ve Raum­pla­ner und gera­de das zeich­net ihn aus. Auf­trag­ge­ber schät­zen sei­ne Neu­gier, Offen­heit und Expe­ri­men­tier­freu­de, aber auch sein exzel­len­tes Fach­wis­sen in Design und Hand­werk und die Prä­zi­si­on bei der Mach­bar­keits­ana­ly­se. Jahr­zehn­te­lan­ge Erfah­rung in Ein­rich­tung und Objekt­ge­stal­tung, höchs­tes Enga­ge­ment und ein sehr fei­nes Gespür für das Vor­ge­stell­te – Andre­as Häf­ner gilt als renom­mier­ter Part­ner von Unter­neh­men und Per­fek­tio­nist in der hohen Kunst der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Mensch und Objekt.

Eine tie­fe Bedeu­tung besitzt der Begriff Raum sei­ner­seits für Uwe Krafc­zik. In  sei­nen Prä­sen­ta­tio­nen möch­te er für jedes Bild und jedes Objekt einen eige­nen Raum schaf­fen. Die­ses inne­re Emp­fin­den des Künst­lers für Räu­me auch in der meta­pho­ri­schen Ebe­ne drückt sich in der beson­de­ren Art der Rah­mung sei­ner Expo­na­te aus. Eine drit­te Dimen­si­on bekommt die Aus­stel­lung durch das Zusam­men­wir­ken der bei­den fein­sin­ni­gen Gestal­ter, die auch pri­vat mit­ein­an­der befreun­det sind.

Die Expo­na­te sind bis zum 8. Dezem­ber bei graselli1763 aus­ge­stellt und kön­nen außer­halb der Öff­nungs­zei­ten nach tele­fo­ni­scher  Ver­ein­ba­rung besich­tigt wer­den. Fon: 0175 650 1365. Blick­fas­zi­na­ti­on auf das uni­que Indus­trie­denk­mal „Kraft­werk Rott­weil“ bei der Anfahrt inklu­si­ve. Öff­nungs­zei­ten: Frei­tags 17–21 Uhr am 16.11, 23.11, 30.11, 7.12 I Sams­tags 11–17 Uhr am 10.11. 17.11. 24.11, 1.12, 8.12 I Sonn­tags 11–17 Uhr am 11.11.