Katha­ri­na Sie­gel hat den im Zwei­jah­restur­nus ver­ge­be­nen Kunst-Preis des Rota­ry Club Rott­weil erhal­ten. Er ist mit 3000 Euro dotiert und ver­knüpft mit einer Aus­stel­lung im Schram­ber­ger Schloss, die am Don­ners­tag eröff­net wird.

Der Preis ist laut den Sta­tu­ten des Rota­ry Club für auf­stre­ben­de Künst­le­rin­nen und Künst­ler im Bereich der Bil­den­den Kunst im wei­tes­ten Sin­ne bestimmt, die in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg gebo­ren wur­den, arbei­ten oder leben. Zudem dür­fen sie nicht älter als 35 Jah­re sein.

Auf Katha­ri­na Sie­gel trifft gleich Meh­re­res zu. Zwar lebt sie mitt­ler­wei­le in Ber­lin und Leip­zig. Aber gebo­ren wur­de Sie­gel 1983 in Balingen und auf­ge­wach­sen ist sie unter ande­rem in Rott­weil.

Die Preis­trä­ge­rin hat an der Staat­li­chen Hoch­schu­le für Gra­fik und Buch­kunst in Leip­zig (HGB) stu­diert und bereits in Aus­stel­lun­gen ihre Wer­ke prä­sen­tie­ren kön­nen. Sie­gel sucht jedoch nicht den schril­len Auf­tritt auf dem Kunst­markt.

Sie wid­met sich kon­se­quent dem Medi­um Zeich­nung. In gedul­di­ger, zeit­rau­ben­den Pro­zes­sen schafft sie Wer­ke, die gefüllt sind mit kür­zel­haf­ten Haken, Punk­ten, Schraf­fu­ren und zar­ten Ver­bin­dun­gen – ein dich­ter, Zei­chen-Kos­mos, der teils an vege­ta­ti­ve Ele­men­te, teils an Archi­tek­tu­ren den­ken lässt. Die Schich­tung ver­schie­de­ner Ebe­nen erin­nert an Palim­pses­te, mehr­fach beschrie­be­nen Schreib­grund, der frü­he­re Zei­chen aber bewahrt. Resul­tat ist eine enor­me gra­phi­sche Kon­zen­tra­ti­on, in der sich Ord­nung und Cha­os begeg­nen.

Im Stadt­mu­se­um im Schloss Schram­berg wird am Don­ners­tag, 6. Okto­ber um 19 Uhr, eine Aus­stel­lung mit gra­fi­schen Arbei­ten der Künst­le­rin eröff­net und der 4. Kunst­preis des Rota­ry Club Rott­weil über­ge­ben. Ober­bür­ger­meis­ter Her­zog wird die Gäs­te begrü­ßen, Jür­gen Knub­ben wird in die Aus­stel­lung ein­füh­ren und Ste­phan Ruß, der­zei­ti­ger Prä­si­dent, wird die Preis­ver­lei­hung vor­neh­men. Tho­mas C. Breu­er wagt eine kaba­ret­tis­ti­sche Betrach­tung zum The­ma Kunst.

Die bis­he­ri­gen Preis­trä­ger waren Rapha­el Sbrzes­ny (2010), Robert Hak (2012) und Katha­ri­na Schlipf (2014). Alle sei­en sehr erfolg­reich, heißt es von­sei­ten des Rota­ry Clubs nicht ohne einen gewis­sen Stolz.

Info: Die Aus­stel­lung im Schram­ber­ger Schloss ist bis 6. Novem­ber diens­tags bis sams­tags von 13 bis 17 Uhr und sonn­tags und fei­er­tags von 11 bis 17 Uhr zugäng­lich. Der Ein­tritt ist frei.