- Anzeigen -

AOK-KundenCenter bieten wieder persönliche Beratung vor Ort

(Anzeige). Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg bietet wieder persönliche Gespräche für ihre Versicherten in AOK-KundenCentern an. Die Beratungstermine werden im Vorfeld mit den Kundinnen...

Live-Chat mit dem Team der Geburtshilfe der Helios-Klink Rottweil

(Anzeige). Die Helios Klinik Rottweil geht neue Wege beim Infoabend für werdende Eltern: Am kommenden Dienstag, 2. Juni, können alle Interessierten das...

STARBESUCH im Autokino Schiltach

(Anzeige). Das Autokino in Schiltach hat sich in kürzester Zeit einen Namen machen können. Die Zusammenarbeit von der Stadt Schiltach, den Firmen...

Sterbefälle, Geburten & Eheschließungen: die Familiennachrichten für April 2020

Sterbefälle 03.04. Johanna Agathe Nevecny geb. Bitzer, Schwenninger Straße 21, 78628 Rottweil

Bauen & Wohnen: Wie kommt man an die guten Handwerker?

(Anzeige). Willkommen zur Mai-Ausgabe des NRWZ.de-Sonderthemas "Bauen & Wohnen". Diesmal beschäftigen wir uns mit der Frage, wie man die guten Handwerker findet,...

Sechs Tipps für den Besuch beim Optiker in Corona-Zeiten

(Anzeige). Nach der Notversorgung haben viele Augenoptiker ihre Geschäfte wieder regulär geöffnet. Weil das Coronavirus wahrscheinlich auch über die Augenbindehaut in den Körper gelangen...
11.3 C
Rottweil
Donnerstag, 28. Mai 2020
Mehr

    - Anzeigen -

    AOK-KundenCenter bieten wieder persönliche Beratung vor Ort

    (Anzeige). Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg bietet wieder persönliche Gespräche für ihre Versicherten in AOK-KundenCentern an. Die Beratungstermine werden im Vorfeld mit den Kundinnen...

    Live-Chat mit dem Team der Geburtshilfe der Helios-Klink Rottweil

    (Anzeige). Die Helios Klinik Rottweil geht neue Wege beim Infoabend für werdende Eltern: Am kommenden Dienstag, 2. Juni, können alle Interessierten das...

    STARBESUCH im Autokino Schiltach

    (Anzeige). Das Autokino in Schiltach hat sich in kürzester Zeit einen Namen machen können. Die Zusammenarbeit von der Stadt Schiltach, den Firmen...

    Sterbefälle, Geburten & Eheschließungen: die Familiennachrichten für April 2020

    Sterbefälle 03.04. Johanna Agathe Nevecny geb. Bitzer, Schwenninger Straße 21, 78628 Rottweil

    Bauen & Wohnen: Wie kommt man an die guten Handwerker?

    (Anzeige). Willkommen zur Mai-Ausgabe des NRWZ.de-Sonderthemas "Bauen & Wohnen". Diesmal beschäftigen wir uns mit der Frage, wie man die guten Handwerker findet,...

    Sechs Tipps für den Besuch beim Optiker in Corona-Zeiten

    (Anzeige). Nach der Notversorgung haben viele Augenoptiker ihre Geschäfte wieder regulär geöffnet. Weil das Coronavirus wahrscheinlich auch über die Augenbindehaut in den Körper gelangen...

    Christliche Symbole unter Verdrängungsdruck

    Das Dominikanermuseum präsentiert ab heute religiöse Kunst der Moderne im Raum Rottweil von 1945 bis 2017. Von 13 Künstlerinnen und Künstlern werden Arbeiten gezeigt, die Bandbreite reicht vom expressiven Realismus über Informel und Konstruktivismus bis zur Minimal Art. Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass Künstler Zeit brauchen, um sich zu etablieren: Es fällt auf, dass die jüngere Generation kaum präsent ist. Wir wollten deshalb vom jüngsten vertretenen Künstler, dem international tätigen Tobias Kammerer (Jahrgang 1968), wissen, woran das liegen könnte und wie es aus seiner Sicht um die religiöse Kunst der Gegenwart steht.

    NRWZ: Herr Kammerer, wie steht es denn aus Ihrer Sicht aktuell um die religiöse Kunst? Ist die – provokativ gefragt – reif für das Museum?

    Tobias Kammerer: Kunst ist grundsätzlich reif fürs Museum. Egal ob sakral oder profan. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich praktisch die ganze Gegenwartskunst in der Kirche manifestiert – wenn man beispielsweise an das von Gerhard Richter entworfene Fenster im Südhaus des Kölner Doms denkt oder an die Fenster von Markus Lüpertz in der Kölner Pfarrkirche Sankt Andreas.

    Künstler und Kirche, das war und ist immer auch ein konfliktbehaftetes Verhältnis. Gibt es da mittlerweile von beiden Seiten keine Vorbehalte?

    Für die kirchlichen Würdenträger kann ich nicht sprechen – es ist ja bekannt, dass zum Beispiel der frühere Kölner Kardinal Meißner gegen das Richter-Fenster war, während andere die aktuelle Kunst stark aufgreifen. Aber was die Künstler betrifft, ist mein Eindruck, dass es in der Tat keine unüberbrückbare Distanz mehr gibt. Wir hatten in der Nachkriegszeit polarisierende Positionen: Figuration oder Abstraktion, Kirchenkunst als angewandte Kunst und freie Kunst – im jüngeren Kollegenkreis finden diese Auseinandersetzungen nicht mehr statt. Sie sind ist obsolet. Wir haben keine Probleme mehr mit Figuration. Und wir haben auch keine Probleme mehr mit Kunst in der Kirche.

    Wie kommt das?

    Ich denke, das hat mit dem zeitlichen Abstand zu tun. Nach 1945 war es zunächst nicht mehr möglich, rein figurativ zu arbeiten, wenn man anerkannt werden wollte – diese ganze Tradition schien veraltet und war diskreditiert. Zum andern ist durch den großen Wiederaufbau vor allem in Deutschland im kirchlichen Bereich leider auch Konfektions-Massenware entstanden. Das war nicht immer ruhmreich, wobei es natürlich hervorragende Ausnahmen gibt. Aber vor diesem Hintergrund hat auch die lange verpönte Figuration wieder einen Stellenwert bekommen, wenn sie qualitativ hochwertig ist.

    - Anzeige -

    Wenn wir den oberen Neckarraum anschauen, dann fällt auf, dass Sie als Endvierziger mit Abstand der Jüngste im Kreis derer sind, die in dieser Ausstellung gewürdigt werden. Sind für jüngeren Künstlern religiöse Themen eher nebenrangig?

    Ja. Ich sehe es bei Tagungen und bei vielen Gesprächen, dass es in der Tat jüngeren Künstlern weniger in den Sinn kommt, religiöse Themen aufzugreifen.

    Liegt es daran, dass die Kirche als Auftraggeber stärker zurückfällt, oder gibt es einen Zusammenhang mit dem Rückgang des Religiösen in der Öffentlichkeit ganz allgemein?

    In der Tat: Die Aufträge werden weniger. Als ich vor 30 Jahren begonnen habe, lagen praktisch jeden Monat drei Wettbewerbe für Glasfenster auf dem Tisch – heute sind es drei im Jahr. Und heute keilen wir uns um zehn Quadratmeter, während es vor 30 Jahren noch über 100 Quadratmeter waren.

    Das andere ist, dass in unserer Gesellschaft das Religiöse nicht mehr so im Zentrum steht: Es gibt weniger Kreuze in öffentlichen Räumen, man betet nicht mehr vor dem Essen, der Kirchgang ist mäßig.

    Geht unserer modernen, profanen Gesellschaft allmählich der Sinn für das Sakrale verloren?

    Ich denke schon – und betrauere das sehr! Man will im öffentlichen Raum fast gar kein rein christliches Symbol mehr sehen. Diese Entkirchlichung ist krass und meines Erachtens hängt sie mit unserem Wohlstand zusammen. Gerade gestalte ich im Schwarzwald-Baar-Klinikum den Abschiedsraum für die Kinder-Palliativstation. Da darf man auf gar keinen Fall ein Kreuz zeigen. Natürlich, es sind sehr viele Muslime dabei, die mit dem Kreuz nicht ihren Glauben verbinden. Aber viele andere Menschen sind einfach nicht mehr religiös. Ich habe vorgeschlagen, dass wir ein Vortragekreuz machen, das man bei Bedarf zur Seite stellen oder aus dem Raum nehmen könnte. Nein, auch das ging nicht. Die Kirchenfernen interessieren sich für die christlichen Symbole nicht. Und in der zunehmend interreligiösen Gesellschaft passen sie nicht. Das ist sehr schade…

    - Anzeige -

    … Ein Verlust an spiritueller Musikalität?

    Ja. Man hat kein Sensorium mehr für Dinge außerhalb des Materiellen, das so stark unsere Wahrnehmung und unser Denken bestimmt. Und man denkt, dass man sich das gesellschaftlich leisten kann, dass man nicht mehr religiös sein muss.

    Was bedeutet das für die künstlerische Sprache? Es fällt ja auf, dass moderne Kunst eine große Offenheit aufweist. In der Friedhofskapelle in Rottweil zum Beispiel verwenden Sie die Kreuzthematik, aber das drängt sich nicht auf. Muss sakrale Kunst heute andere, offenere Codes und Zeichen verwenden?

    Das ist zumindest meine Auffassung und es prägt meine Arbeit. Selbst wenn Menschen heute religiös sind, beruht ihre Glaubenshaltung oft nicht mehr auf den strengen Leitsätzen des Katechismus. Neulich erzählte mir jemand von zwei Orten bei Karlsruhe – einer war evangelisch geprägt, der andere katholisch. Die Leute haben einander immer gemieden.

    Aber diese Trennung gibt es heute schlichtweg nicht mehr. Es ist wesentlich offener – und dem trägt die Kunst Rechnung. Die abstrakte Kunst ist da ein ganz tolles Medium, weil sie sehr deutungsoffen ist und eben nicht mehr dogmatisch Dinge festklopft. Das wird den Auffassungen heute wesentlich gerechter. Menschen spiegeln mir auf meine Kunst ein ganz breites Spektrum an Eindrücken und Emotionen.

    Das ist, denke ich, die richtige Antwort für heute. Kunst soll nicht streng Definiertes vorgeben, sondern die Fantasie beflügeln und die Leute in ihrer Auffassung ernstnehmen. Das soll ruhig Blüten treiben.

    Aber wohin wollen Sie mit Ihrer Kunst führen – gerade wenn sich jemand nicht in einem religiösen Koordinatensystem bewegt?

    - Anzeige -

    In der Regel versuche ich, eine frohe, österliche Botschaft zu vermitteln. In der Kapelle auf dem Rottweiler Hauptfriedhof wird das ziemlich deutlich: Der Blick führt über das Kreuz und den Lebensweg. zu einer dunkle Stunde, dem Tod. Dann folgt durch österliches Orange im Schlussstein, den man auch wie eine Sonne interpretieren kann, die über allem leuchtet, die Auferstehung.

    Papst Benedikt XVI. hat in einer Ansprache 2001 die Gläubigen dazu eingeladen, als Weg zu Gott, den Weg der Schönheit – also die Kunst – neu zu entdecken. Geht es in Ihrer Kunst primär um eine solche Schönheitswahrnehmung?

    Bemerkenswert, dass gerade Papst Benedikt XVI. das gesagt hat. Aber ja: Was uns an der Welt fasziniert – die Natur, bestimmte Erfahrungen, das Positive –, hat sehr viel mit Schönheit und Ästhetik zu tun. Deswegen ist die Kunst eine hervorragende Brücke zum Glauben, zu einem Heilsversprechen, zu einer Dimension, die über das Greifbare hinausgeht.

    Was macht aus Ihrer Sicht gute sakrale Kunst heute aus?

    Dass sie nicht eng und fixiert daherkommt, sondern offen und inspirierend. Zudem geht es immer darum, auch ökumenisch und ein Stück weit interreligiös zu denken. Wir können nicht mehr im Sinne einer Bilderbibel klar umrissene Geschichten und Aussagen darstellen.

    Also geht es um eine Art Übersetzung der religiösen Erzählung ins Allgemeine?

    Ja, ich denke schon. Mir persönlich machen die Sachen mehr Freude, die vieldeutig sind. Ich fände es auch banal, wenn man heute – auch wenn es gut gemacht wäre – eine Christusfigur mit wallenden Haaren im Stil der Volksfrömmigkeit des 19. Jahrhunderts gestalten würde. Je offener und freier das interpretiert ist, desto mehr hat es diesen Anspruch, einen in eine andere Sphäre zu führen – den Betrachter zu höhen und weiterzubringen.

    - Anzeige -

    Die Fragen stellte unser Redakteur Andreas Linsenmann.

    Info: Die von Bernhard Rüth und Dr. Andreas Zoller kuratierte Ausstellung, zu der ein Katalogbuch erscheint, wird am 30. April um 11 Uhr eröffnet und ist bis 10. September dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Gezeigt wurden Künstler mit Lebens- und Arbeitsschwerpunkt im Raum Rottweil und Künstler, die mit dem Raum Rottweil in produktiver Verbindung standen: Albert Birkle, Franz Bucher, Willi Bucher, Josef Bücheler, Angela M. Flaig, Siegfried Haas, Erich Hauser, Romuald Hengstler, Tobias Kammerer, Emil Kiess, Germana Klaiber-Kasper, Jürgen Knubben und Wendelin Matt.

     

     

     

    -->
    Vorheriger ArtikelLaufsteg Rottweil
    Nächster ArtikelGlückliche Symbiose
    - Anzeige -

    Newsletter

    Pinnwand

    Kaffee Lokal - Online - einkaufen

    Kaffee Lokal - Online - einkaufen

    Kaffee, das ist unsere Leidenschaft.  Mit viel Liebe zum Kaffee entwickelte sich der kleine Familienbetrieb zum mittelständischen Unternehmen. Das Firmenfundament…
    Mittwoch, 25. März 2020
    Aufrufe: 55
    Abholservice Hochwald‘s Vesperstube

    Abholservice Hochwald‘s Vesperstube

    Wir bieten einen Abholservice an. Von Mittwoch- Sonntag jeweils von 17.00-20.00 Uhr. Wir freuen uns auf Sie. Liebe Grüsse Jenny…
    Sonntag, 29. März 2020
    Aufrufe: 225
    Abhol- und Lieferservice der Landbäckerei Geiger in Villingendorf

    Abhol- und Lieferservice der Landbäckerei Geiger in Villingendorf

    Liebe Kunden, bestellen Sie von Montag bis Samstag bequem am Vortag der Abholung bis 16:00 Uhr telefonisch oder per Email…
    Mittwoch, 25. März 2020
    Aufrufe: 472

    Quantum-Berufliche Bildung: Altersnachfolge geglückt

    Auf etwas verschlungenem Weg gelangt man derzeit in die Ausbildungswerkstatt von Quantum - Berufliche Bildung in Rottweil: Wegen der Coronapandemie gibt es jeweils einen...

    AOK-KundenCenter bieten wieder persönliche Beratung vor Ort

    (Anzeige). Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg bietet wieder persönliche Gespräche für ihre Versicherten in AOK-KundenCentern an. Die Beratungstermine werden im Vorfeld mit den Kundinnen...

    Mund-Nase-Masken für Frauen helfen Frauen

    Als im Rahmen der Corona-Pandemie die Maskenpflicht konkreter wurde und gerade in Pflegeheimen solche Masken rar waren, hat Barbara Olowinsky in ihrer Stoffkiste gekramt,...

    "Die Kleinen verrecken, die Großen kriegen (wie immer) was sie wollen": Das denken Unternehmer über den Lockdown und die Corona-Krise

    Nach den beiden Umfragen unter unseren Lesern haben wir uns gefragt: Wie geht es Unternehmern und Selbstständigen in der Krise? Wir haben...

    Live-Chat mit dem Team der Geburtshilfe der Helios-Klink Rottweil

    (Anzeige). Die Helios Klinik Rottweil geht neue Wege beim Infoabend für werdende Eltern: Am kommenden Dienstag, 2. Juni, können alle Interessierten das...

    Steine sollen auch am Weltspieltag ein Zeichen setzen

    "Vielleicht haben Sie sie schon gesehen? Unsere Steinschlangen am Kindergarten Don Bosco, an der Berneckschule und im Park der Zeiten", schreibt Julia Merz vom...

    Corona-Pandemie: Appell an Jugendliche: Regeln einhalten

    Das schöne Wetter lockt hinaus, viele junge Leute treffen sich auf Straßen und Plätzen. Auch aus der türkischen Community. Der Vorsitzende des türkischen Elternvereins...

    Unbekannte löst Brandmelder aus – Kaufland Rottweil evakuiert

    Eine derzeit noch unbekannte Frau hat am frühen Mittwochnachmittag einen Brandmelder im Einkaufszentrum auf der Saline ausgelöst. Die Feuerwehr rückte an, die...

    Schramberg – Schiltach: Bundesstraße in den Pfingstferien zu

    Wie bereits berichtet, ist für die weiteren Arbeiten im Bereich des „Rappenfelsens“ erneut eine Vollsperrung der unterliegenden Bundesstraße B 462 beim Ortsausgang von Schramberg...

    Feuerwehr montiert Antenne am Tennenbronner Schulhaus

    Die Feuerwehr stellt auf digitalen Funk um. Hierfür werden derzeit im gesamten Landkreis Rottweil Antennen an öffentlichen Gebäuden montiert. Welches Gebäude gewählt wird, hängt...
    - Anzeige -