Christoph Dahlhausen zeigt Lichtarbeiten und Lichtinstallationen

ROTTWEIL – Unter dem Titel “Raum-Licht“ zeigt die Kunststiftung Erich Hauser vom 28. April bis 2. Juni in der Werkstatthalle eine Ausstellung mit Lichtarbeiten und Lichtinstallationen von Christoph Dahlhausen. Seit den frühen 1990er-Jahren geht Christoph Dahlhausen (geb. 1960) den Phänomenen Licht, Reflexion, Farbe und deren Interaktion mit dem Raum nach und verwendet dabei verschiedenste Materialien.

Das Licht, dessen sich Dahlhausen bedient, ist oft das sich permanent verändernde Tageslicht wie auch das mit dem Tageslicht in Interaktion tretende Licht von spezifischen und für ihn typischen blauen Leuchtstoffröhren.

Für die Kunststiftung Erich Hauser konzipiert Dahlhausen eine ortsbezogene und auf die Dimension der Werkstatthalle reagierende Lichtinstallation. Diese wird flankiert von zwei Lichtarbeiten, die zum einen auf die dreieckigen Edelstahlelemente von Erich Hauser, zum anderen auf den Luftraum in der Werkstatthalle reagieren. Die große raumgreifende Lichtinstallation ist Teil einer langjährigen Werkreihe von Gerüst-Licht-Installationen mit dem Titel „Stabilizing Light“.

Industriell gefertigte und gebrauchte Gerüstelemente werden zu a-funktionalen Konstruktionen umfunktioniert und mittels der blauen Leuchtstoffröhren so verfremdet bzw. ergänzt, dass die geometrische und rhythmische Gerüststruktur und die Rhythmik der Leuchten ein kontrastierendes Eigenleben entwickeln. Die linearen Einbauten reagieren stets auf den Raum, lassen diesen im doppelten Sinne in einem anderen Licht erscheinen. Das Licht der Leuchtstoffröhren ist relativ schwach, sodass das Blau der Leuchten tagsüber eher wie eine helle Farbe erscheint, im Verlauf des Abends beziehungsweise der Dämmerung zu einem farbigen Licht wechselt.

Stephan Berg, Direktor des Kunstmuseums Bonn, schreibt: „Bei Dahlhausens Arbeiten handelt es sich um die Geburt der Poesie aus dem Geist der konkreten und konstruktiven Kunst. Dabei agiert der Künstler in all seinen Arbeiten nicht als Demiurg, sondern als Arrangeur, als Regisseur, der allein durch die Situationen, die Konstellationen, die er herstellt, das Ungesehene im Gesehenen sichtbar macht und dadurch auch die Wahrnehmung selbst zu einem immer wieder neuen Abenteuer werden lässt.“

Zur Ausstellung erscheint eine Collage-Unikat-Edition (Auflage 10+2).

Öffnungszeiten: Mittwoch/Donnerstag 17 bis 19 Uhr, Sa 14 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

 

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