Bei der Probenarbeit (von links): Amelie Pfaff, Malte Haberstroh, Nico Thörner, Jule Hermann und Urs Neumann. Ganz rechts: Regisseur Roland Eisele. Foto: him

SCHRAMBERG  (him) –  „Hal­lo, der Satz ist gestri­chen“, ruft Regis­seur Roland Eisele auf die Büh­ne. In der Aula des Gym­na­si­ums pro­ben ein hal­bes Dut­zend Schü­le­rin­nen und Schü­ler eine schwar­ze Komö­die des bri­ti­schen Autos Peter Shaf­fer. „Der Satz funk­tio­niert nur auf eng­lisch, da kennt jeder das Zitat“, erläu­tert Eisele, „auf Deutsch kapiert das kei­ner.“

Nach eini­gen ziem­lich anspruchs­vol­len und auch inhalt­lich eher bru­ta­len Stü­cken hat­ten sich sei­ne Schü­ler wie­der etwas leich­te­re Kost gewünscht, so Eisele. „Nach unse­rem kur­zen Aus­wahl­pro­zess kamen wir dann auf die­ses Stück, auch weil ich das schon seit Lan­gem ein­mal insze­nie­ren möch­te.“ Das Beson­de­re: Zwei Grup­pen wer­den das Stück an ver­schie­de­nen Aben­den spie­len, eine auf Deutsch als Komö­die im Dun­keln“ und die ande­re im eng­li­schen Ori­gi­nal als „Black Come­dy“

Worum geht es  in dieser „Komödie im Dunkeln“?

Der jun­ge Künst­ler Brinds­ley Mil­ler berei­tet in sei­ner Woh­nung gera­de eine Aus­stel­lung sei­ner Arbei­ten für den rus­si­schen Olig­ar­chen Godunow vor, als plötz­lich der Strom aus­fällt. Brinds­leys Schwie­ger­va­ter in spe, der cho­le­ri­sche Colo­nel Mel­kett, hat sich zum Besuch ange­sagt. Des­halb hat Brinds­ley sich eini­ge ele­gan­te Möbel sei­nes Nach­barn Harold „gelie­hen“.  Der kommt dum­mer­wei­se frü­her als erwar­tet von einer Rei­se zurück. Als auch noch die dem Alko­hol nicht abge­neig­te Nach­ba­rin Miss Fur­ni­val, Brinds­leys Ex-Freun­din Clea und der Mann vom E-Werk auf­tau­chen, nimmt das Cha­os unwei­ger­lich sei­nen Lauf.

Die Komö­die im Dun­keln“ sei ein Klas­si­ker ihres Gen­res, weil es auf einer genia­len Spiel­idee beru­he, so Eisele: „Alle Figu­ren auf der Büh­ne bewe­gen sich in einer stock­dunk­len Woh­nung, für die Zuschau­er ist es jedoch tag­hell.“

Seit Novem­ber pro­ben die bei­den Thea­ter­grup­pen bereits, in den Oster­fe­ri­en ganz inten­siv. Das Stück sei für die Schau­spie­ler sehr anspruchs­voll. Er sei gespannt, „wie gut die Schü­ler es hin­be­kom­men, die Span­nung zu hal­ten und eine Stun­de lang zu spie­len als könn­ten sie nichts sehen.“

Info: Die Pre­mie­re der deut­schen Ver­si­on ist am 17. Mai, wei­te­re Auf­füh­run­gen sind am 18.  Und 25. Mai; auf Eng­lisch spielt die Thea­ter AG am 19. Mai und 24. Mai in der Aula des Schram­ber­ger Gym­na­si­ums.