Rémy Trevisan (Podium Kunst), Marianne Hopf und Gudlaugur Bjarnason (von links) vor Landschaft IX (2015). Fotos: him

SCHRAMBERG  (him) – Die Male­rin Mari­an­ne Hopf prä­sen­tiert ab Sams­tag im Schram­ber­ger Schloss „Land­schaf­ten“. Auf über­wie­gend groß­for­ma­ti­gen Lein­wän­den zeigt sie ein „Gemisch aus Inspi­ra­ti­on und Erleb­tem“. Mal in Schwarz-weiß, mal in Far­be.

Den Zugang zur Land­schaft habe sie erst erhal­ten, nach­dem sie nach Jah­ren in Groß­städ­ten, zuletzt Ber­lin,  2002 nach Lahr gezo­gen war. „So nach und nach ist die Natur zu mir zurück­ge­kom­men“, erzählt die 1959 in Frei­burg gebo­re­ne Male­rin. Erin­ne­run­gen an die Kind­heit hät­ten sich mit der täg­lich sie umge­ben­den Land­schaft ver­mischt. Seit 2012 beschäf­ti­ge sie sich nun mit Land­schaf­ten, nach­dem sie zuvor Kör­per­frag­men­te, Inne­rei­en, Kno­chen, Wir­bel­säu­len in ihrer Male­rei fest­hielt.

Ihre Bil­der sei­en kei­ne abge­schlos­se­nen Pro­zes­se. „Man kann wei­ter­den­ken, was pas­siert ist was pas­sie­ren könn­te.“ Wie die Land­schaft sich stets ver­än­dert, so sei das auch in ihren Bil­dern mög­lich. „Land­schaft­bil­der sind Moment­auf­nah­men.“

Wäh­rend einer gro­ßen Aus­stel­lung 2015/16 im Frei­bur­ger Morat-Insti­tut hät­ten sie Besu­cher immer wie­der dar­auf ange­spro­chen, ob ihre Bil­der von der Land­schaft Islands beein­flusst sei.  Bis dahin kann­te Hopf die nor­di­sche Insel noch gar nicht.

Mari­an­ne Hopf.

So ange­regt besucht sie Island. Ein Freund, Gud­lau­gur Bjar­na­son, zeigt ihr sei­ne Hei­mat. „Mir war, als wür­de ich in mei­nen Bil­dern her­um­lau­fen“, schil­dert sie ihre Ein­drü­cke. „Ich habe plötz­lich Land­schaf­ten erlebt, von denen ich zuvor geträumt hat­te.“

Die Insel sei für sie wegen ihrer Ursprüng­lich­keit etwas ganz beson­de­res, so Mari­an­ne Hopf. „Das Feu­er, auf dem wir ste­hen, ist bei uns zube­to­niert und harm­los.“ In Island mit sei­nen Vul­ka­nen und Gey­si­ren wer­de klar: „Eigent­lich bewe­gen wir uns auf einem Feu­er­ball.“ Wenn dann noch die magi­schen Licht­spie­le des Nord­lichts hin­zu­kom­men, muss das ein außer­ge­wöhn­li­ches Erleb­nis sein: „Der gan­ze Him­mel tanzt.“

Info:

Zur Eröff­nung der Aus­stel­lung am Frei­tag, 24. Febru­ar lädt Podi­um Kunst um 19.30 Uhr ins Schloss ein. Die Aus­stel­lung dau­ert bis zum 23. April.  Geöff­net: Diens­tag bis Sams­tag 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Fei­er­ta­ge 11 bis 17 Uhr.