Die Kultur will’s wissen

Die Kultur will’s wissen

Schlager oder lieber Pop? Theater oder doch lieber ein Open-Air-Kino? Die kulturellen Möglichkeiten sind, wenn die Corona-Krise erst mal überstanden ist, riesig. Die Stadtverwaltung Schramberg nutzt laut Pressemitteilung „die kulturelle Zwangspause, um das künftige Kulturprogramm noch breiter aufzustellen“.

Deshalb frage sie gemeinsam mit dem Kulturbeirat die potentiellen Besucher und Besucherinnen, aber auch die Kulturschaffenden selbst, was sie sich wünschen. An einer Online-Umfrage dazu hätten bisher gut 100 Menschen teilgenommen. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hofft auf weitere Teilnehmer, um ein möglichst realistisches Abbild verschiedener Interessen zu erhalten.

„Auch, wenn wir nicht wissen, wann der Kulturbetrieb wieder starten darf: Irgendwann kommt dieser Zeitpunkt bestimmt! Deshalb möchten wir jetzt gern wissen, welche Angebote sich die Menschen wünschen, und welche Ideen zum Beispiel für Synergien auch die Kulturschaffenden selbst noch haben “, so Eisenlohr. „Wichtig ist uns dabei, dass auch die Interessen von jungen Menschen sich im Kulturprogramm wiederfinden.“

Eine kleine Arbeitsgruppe des Kulturbeirates um den Vorsitzenden Franz Rapp, die Geschäftsführerin Claudia Schmid und Ayline Schirling, Abteilungsleiterin Marketing und Tourismus, hätten die Umfrage entwickelt, heißt es weiter.

So werde gleich zu Beginn gefragt, ob der Teilnehmende selbst Künstler oder im künstlerischen Bereich engagiert sei. Wer diese Frage bejaht, bekomme  bestimmte weiterführende Fragen gestellt. „Denn natürlich haben Kulturschaffende einen anderen Blick auf das Thema als Kulturinteressierte“, so Schmid. Die Umfrage ziele nicht nur darauf ab, das Kulturprogramm inhaltlich voran zu treiben. „Wir möchten die Kultur in Schramberg auf eine breitere Basis stellen, externe Expertise nutzen und gerne auch die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Künstlern stärken“, so Schmid weiter.

Knapp über 100 Rückmeldungen habe die Onlineumfrage bisher gebracht. „Da hat sich schon gezeigt, dass es viele gute Ideen gibt. Zum Beispiel wurde mehrfach der Wunsch geäußert, dass wir Gaststätten oder die Hohenschramberg als Veranstaltungsorte nutzen sollten“, so Schmid weiter.

„Wenn wir es schaffen, gemeinsam mit den Kulturschaffenden und dem potentiellen Publikum eine teilweise Neuausrichtung zu erreichen, dann profitieren alle Beteiligten davon“, so Schmid weiter. „Die ersten Ergebnisse zeigen, dass schon vieles gut vom Publikum angenommen wird. Und dennoch gibt es auch Punkte, wo wir moderner und mutiger werden müssen.“ Denn neben klassischen Konzerten würden auch Disco-Nächte oder Tanzpartys nachgefragt.

„Wir möchten mehr Abwechslung bieten und dabei auf die Stärken Schrambergs zurückgreifen. Ziel ist es, möglichst viele Kräfte zu bündeln, um größere Projekte zu verwirklichen und Alleinstellungsmerkmale für Schramberg zu schaffen. Und jeder, der an der Umfrage teilnimmt, hilft dabei mit, diesen besonderen Schramberger Charakter herauszuarbeiten.“

Die Umfrage kann noch bis 28. Februar unter www.schramberg.de ausgefüllt werden.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 18. Februar 2021 von Martin Himmelheber (him). Erschienen unter https://www.nrwz.de/kultur/die-kultur-wills-wissen/300155