Die Welt der Orgel-Improvisation

Regionalkantor Wolfgang Weis spielt an der Klais-Orgel. Foto: pm

ROTTWEIL – Am Sams­tag, 23. März um 19:30 Uhr fin­det in der Ruhe-Chris­ti-Kir­che das ers­te Kon­zert der dies­jäh­ri­gen Rei­he „Rott­wei­ler Orgel­kon­zer­te“ statt. Regio­nal­kan­tor Wolf­gang Weis spielt an der Klais-Orgel aus dem Jahr 2016 Impro­vi­sa­tio­nen in ver­schie­de­nen Sti­len.

Wie kaum ein ande­res Instru­ment eig­net sich die Orgel zur solis­ti­schen Impro­vi­sa­ti­on, bie­tet sie doch die Mög­lich­keit zu mehr­stim­mi­gem Spiel, sowie eine Palet­te von sehr unter­schied­li­chen Klang­far­ben. In der Lit­ur­gie hat die Impro­vi­sa­ti­on an die­sem tra­di­tio­nel­len lit­ur­gi­schen Instru­ment eine sehr lan­ge Geschich­te, die bis heu­te nie abge­ris­sen ist. Das spon­ta­ne Auf­grei­fen, Ändern oder Ver­stär­ken von Stim­mun­gen und melo­di­schen Gedan­ken kann eine got­tes­dienst­li­che Fei­er sehr berei­chern.

Wäh­rend bis zum 20. Jahr­hun­dert immer der jeweils gegen­wär­ti­ge Musik­stil das Maß auch für die Impro­vi­sa­ti­on war, leben wir heu­te schon seit län­ge­rem in einer Zeit des Stilp­lu­ra­lis­mus, der sich auch in unse­rem got­tes­dienst­li­chen Lied­gut wider­spie­gelt. Für die Musi­ker gilt es, in jedem Stil ein ehr­li­ches und glaub­wür­di­ges Ergeb­nis zu lie­fern, und die Gemein­de zu sam­meln. Die­se Tat­sa­che stellt an die Orga­nis­ten, sowie auch an heu­ti­ge Orgeln hohe Anfor­de­run­gen, und sie führt auch bis­wei­len zu Dis­kre­pan­zen, denn unse­re got­tes­dienst­li­chen Räu­me sind in der Regel his­to­risch klar einem bestimm­ten Stil zuge­ord­net, und ganz beson­ders trifft dies auf die Ruhe-Chris­ti-Kir­che zu.

Regio­nal­kan­tor Wolf­gang Weis wird mit­tels kur­zer Erläu­te­run­gen zu den Impro­vi­sa­tio­nen in die Welt der Orgel-Impro­vi­sa­ti­on ein­füh­ren. Es erklin­gen Stü­cke im baro­cken, klas­si­schen, roman­ti­schen und impres­sio­nis­ti­schen Stil, sowie aus dem Bereich des Jazz und Spi­ri­tu­al.

Der Ein­tritt für alle Kon­zer­te der Rei­he ist frei; es wird um Spen­den zur Finan­zie­rung der Rei­he gebe­ten.