An jedem letzten Sonntag im Monat von April bis September ist das Kunst-, Wohn- und Arbeitsareal von Erich Hauser zu besichtigen. Foto: pm

ROTTWEIL – Am Sonn­tag, 28. April, öff­net die Kunst­stif­tung Erich Hau­ser erst­mals in die­sem Jahr wie­der das Kunst‑, Arbeits- und Wohnare­al von Erich Hau­ser. Von 11 bis 17 Uhr erhal­ten inter­es­sier­te Besu­cher die Gele­gen­heit, die Edel­stahl­plas­ti­ken die­ses renom­mier­ten Künst­lers inmit­ten einer weit­läu­fi­gen Park­an­la­ge, sein Wohn­haus, in dem sich eine her­aus­ra­gen­de Kunst­samm­lung befin­det, sowie sei­ne Werk­statt und die Wohn­py­ra­mi­de zu besich­ti­gen und in einen Dia­log mit sei­nen aus­drucks­star­ken Skulp­tu­ren zu tre­ten.

Es stellt ein ein­zig­ar­ti­ges sinn­li­ches Erleb­nis dar, die­sem stim­mi­gen Gesamt­kunst­werk aus Kunst, Archi­tek­tur und Natur zu begeg­nen. Erich Hau­ser zählt auch im inter­na­tio­na­len Ver­gleich zu den wich­tigs­ten Bild­hau­ern der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts. Er leb­te von 1970 bis zu sei­nem Tod 2004 an die­sem Ort. Der Ein­tritt in den Skulp­tu­ren­park ist frei.

Füh­run­gen durch das Are­al ein­schließ­lich der Kunst­samm­lung fin­den jeweils um 11.30 und um 14 Uhr statt (Kos­ten: fünf Euro pro Per­son, Schü­ler und Stu­den­ten frei). Eine Anmel­dung ist nicht erfor­der­lich.

Außer­dem bie­tet die Kunst­stif­tung in der Zeit von 13.30 bis 16 Uhr einen Bas­tel­work­shop für Kin­der ab sechs Jah­ren, allei­ne oder mit den Eltern und Groß­el­tern, an. Chris­toph Dah­l­hau­sen lädt zu sei­nem Work­shop „Ecki­ges und Run­des, Har­tes und Wei­ches“ ein. Es soll mit ver­schie­de­nen Mate­ria­li­en gewer­kelt, gebaut und „gebil­dert“ wer­den. Alle sind herz­lich ein­ge­la­den.

Das Stif­tungs­ca­fé ist wie­der geöff­net. Im Stif­tungs­ca­fé ist eine Hau­ser-Por­t­rät­se­rie des Stutt­gar­ter Foto­gra­fen Chris­toph Valen­ti­en zu sehen. Sie ent­stand 1986 im Rah­men sei­nes Foto­pro­jekts „Kunst machen“. Valen­ti­en besuch­te, aus­ge­stat­tet mit Foto­ap­pa­rat und Fra­ge­bo­gen, 26 Bild­haue­rin­nen und Maler, die zwi­schen 1930 und 1950 gebo­ren wur­den und in Süd­west­deutsch­land leben. In deren Ate­liers spür­te er dem künst­le­ri­schen Pro­zess des Machens nach, foto­gra­fier­te sie beim Her­stel­len und Betrach­ten ihrer Wer­ke.

Um 17 Uhr wird die Aus­stel­lung „Raum-Licht“ – Licht­ar­bei­ten und Licht­in­stal­la­tio­nen von Chris­toph Dah­l­hau­sen eröff­net. Für die Kunst­stif­tung Erich Hau­ser kon­zi­piert er eine raum­grei­fen­de und auf die Dimen­si­on der Werk­statt­hal­le reagie­ren­de Instal­la­ti­on, die Teil einer Werk­rei­he von orts­be­zo­ge­nen Gerüst-Licht-Instal­la­tio­nen mit dem Titel „Sta­bi­li­zing Light“ ist. Chris­toph Dah­l­hau­sen, geb. 1960, lebt und arbei­tet in Bonn und Mel­bourne (AU) (www.christoph-dahlhausen.de ).

An jedem letz­ten Sonn­tag im Monat von April bis Sep­tem­ber ist das Kunst‑, Wohn- und Arbeits­are­al von Erich Hau­ser zu besich­ti­gen. Zusätz­lich ist der Skulp­tu­ren­park von April bis Okto­ber jeden Sams­tag von 14 bis 17 Uhr geöff­net. Füh­run­gen sind auf Anfra­ge auch außer­halb der offe­nen Sonn­ta­ge mög­lich.