Reinhold Fendrich, Vogelgarten, Mischtechnik, 1978. Foto: pm
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Verwunschene Baumriesen, verschlungenes Schilfgestrüpp, fantastische Bauwerke in abstrakten Welten: All das gibt es derzeit im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt zu sehen. Die Werke stammen vom Grafiker und Maler Reinhold Fendrich, die Ausstellung wurde zum 100. Geburtstag des Künstlers initiiert. Das Interesse an der Ausstellung ist so groß, dass der Landkreis Rottweil sie bis zum 20. August verlängert.








Glatt. Rund 50 Werke des Sulzer Künstlers sind im Wasserschloss in Glatt zu sehen. Ursprünglich Lithograph, besuchte Fendrich nach seiner Ausbildung von 1946-1950 die Kunstschule im ehemaligen Kloster Bernstein. Später wirkte er selbst als Lehrer: Von 1950-1986 unterrichtete er Generationen von Sulzern am Albeck-Gymnasium im Fach Kunst.

Die Ausstellung im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt gibt anhand ausgewählter Exponate einen Einblick in verschiedene Schaffensperioden von Reinhold Fendrich. So können die Besucher frühe Landschaftsarbeiten aus Fendrichs Zeit an der Bernsteinschule entdecken und Fendrichs Arbeitsweise erkunden. Zunächst hielt er in Skizzen und Zeichnungen die Region zwischen Donau, Neckar und Schwarzwald fest. Dann gestaltete er die Szenen in fein gearbeiteten Lithografien und Radierungen im Stil seines Lehrers Paul Kälberer.

Im Fürstensaal stehen spätere Arbeiten Fendrichs im Fokus. Verwunschene Baumriesen und verschlungenes Schilfgestrüpp künden von Fendrichs Faszination für die Natur, aber auch seiner meisterhaften Beherrschung verschiedener Techniken. Eine weitere Werkgruppe bilden die abstrakten Werke: In diesen durchkreuzen stabartige Gebilde fantastische Bauwerke oder geometrische Formen bilden nahezu gänzlich abstrakte Formenwelten.

„Reinhold Fendrichs Werke sind von seiner Liebe zum Experiment geprägt“ berichtet Johannes Waldschütz, Leiter des Stabsbereichs Kultur des Landkreises Rottweil. „Lithografien oder Radierungen hat Fendrich mit Bleistift, Kreide oder sogar Kugelschreiber weiterbearbeitet“. So gelang es ihm, seine meist in schwarz-weiß gehaltenen Werke mit dem, was sein Künstlerkollege Paul Fidel Arnold als „Reichtum der Grauwerte bezeichnete, lebendig, fantasievoll und perspektivenreich zu machen. Von der gleichen Liebe der Schattierung und Schraffierung sind auch Fendrichs farbige Werke geprägt, wie beispielsweise das 1978 geschaffene Werk Vogelgarten eindrücklich zeigt.

Information: Die Ausstellung ist Dienstag bis Freitag von 14-17 Uhr und am Wochenende von 11-18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 5 € Eintritt, Kinder und Jugendliche sind frei. Führungen nach Vereinbarung: kultur@landkreis-rottweil.de

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