Filmplakat: pm

Die Film­grup­pe des Schram­ber­ger Eine-Welt-Forums zeigt im Rah­men der dies­jäh­ri­gen Frie­dens­de­ka­de und in Koope­ra­ti­on mit dem Sub­ia­co Kino Schram­berg, Schiltach­stra­ße 32 am Diens­tag, 12. Novem­ber um 19.30 Uhr den Film „Alles gut“.

Die 30-jäh­ri­ge Jour­na­lis­tin und mit Prei­sen aus­ge­zeich­ne­te Doku­men­tar­fil­me­ma­che­rin Pia Lenz hat den Roma-Jun­gen Dja­ner aus Maze­do­ni­en und die elf­jäh­ri­ge Syre­rin Ghof­ran vom Som­mer 2015 an ein Jahr lang mit der Kame­ra beglei­tet. Damals kamen die bei­den Kin­der mit ihren Fami­li­en nach Deutsch­land: Dja­ners Mut­ter will ihren bei­den Söh­nen eine bes­se­re Zukunft ermög­li­chen, fern vom gewalt­tä­ti­gen Vater und gesell­schaft­li­cher Dis­kri­mi­nie­rung.

Ghof­rans Vater Adel hin­ge­gen ist 2014 vor dem Bür­ger­krieg in Syri­en geflo­hen, ein Jahr spä­ter kön­nen sei­ne Frau, die drei Söh­ne und die Toch­ter end­lich zu ihm nach Ham­burg kom­men. „Alles gut“ zeigt, wie die Kin­der und ihre Fami­li­en ver­su­chen, anzu­kom­men. Und wie wahn­sin­nig schwer die­se soge­nann­te Inte­gra­ti­on für alle Betei­lig­ten ist. Es geht um die Men­schen, vor allem. um die Kin­der.

Der bild­star­ke Film ist aus der Per­spek­ti­ve der Kin­der auf­ge­nom­men und eröff­net so einen unver­stell­ten Blick auf die Inte­gra­ti­on vie­ler Geflüch­te­ter.

Der Film kommt den bei­den Kin­dern sehr nah. Das liegt zum einen dar­an, dass Pia Lenz kom­plett allei­ne gedreht hat, ohne Film­team und viel Equip­ment. Zum ande­ren aber auch dar­an, dass sie sich trotz die­ser Nähe selbst zurück­ge­nom­men hat. Sie hat beob­ach­tet und Momen­te fest­ge­hal­ten, die man sonst über­se­hen wür­de. Sie hat den Kin­dern nicht vie­le Fra­gen gestellt, ihnen aber dafür oft lan­ge ins Gesicht geschaut. Der Zuschau­er kann in die­sen Gesich­tern eigent­lich alles erken­nen, was er wis­sen muss.


Der Film wirft die Fra­ge auf: Wie kann Inte­gra­ti­on gelin­gen und wie geben wir denen eine Hei­mat, die am drin­gends­ten Schutz und eine Zukunft brau­chen?

Vom Pro­du­zen­ten des Films stammt bereits der Kino­er­folg „Will­kom­men in Deutsch­land“. Nach dem Film schließt sich eine Gesprächs­run­de mit Betrof­fe­nen an.