NRWZ.de, 18. August 2022, Autor/Quelle: Pressemitteilung (pm)

Fünf Leseabende von Jakob Augstein über Andrea Sawatzki bis Natalie Amiri

19. Tuttlinger Literaturherbst“

Der Literatur räumt die Stadthalle Tuttlingen seit vielen Jahren einen besonderen Stellenwert ein. So präsentiert sie in ihrer 21. Spielzeit bereits den „19. Tuttlinger Literaturherbst“. In dessen Rahmen gibt es zwischen dem 1. Oktober und dem 4. November fünf Leseabende mit ganz unterschiedlichen Akzentuierungen und mit namhaften Autoren sowie eine Sonderveranstaltung mit der Jubiläumsshow „Das ist die Sehnsucht“ des Rilke-Projekts.

Mit dabei sind wieder bekannte Namen: Claudia Michelsen, Miroslav Nemec und Jakob Augstein sowie die Bestsellerautoren Andrea Sawatzki und Natalie Amiri. Erstmals gibt es am Sonntag, 16. Oktober, vor dem Auftritt von Andrea Sawatzki auch ein „Literaturfrühstück“. Hauptanliegen der veranstaltenden Tuttlinger Hallen ist es, das Interesse am Buch und am Lesen hoch zu halten – gerade heute, in Zeiten veränderter Lesegewohnheiten und des eBooks. Abos sind bereits ab 22. August, Einzelkarten für alle Abende ab 29. August im Vorverkauf zu haben.

„Wir richten uns mit dem ‚Literaturherbst‘ ausdrücklich nicht nur an Vielleser. Die Leseabende mit renommierten und erfolgreichen Autorinnen und Autoren wollen gerade auch denen, die eher selten ein Buch zur Hand nehmen, zeigen, wie viel Vergnügen Lesen bereiten kann“, formuliert Geschäftsführer Michael Baur die Zielsetzung der Reihe, deren Bandbreite von vertonten Rilke-Gedichten über einen Afghanistan-Abend bis hin zur Autobiografie der großen Marlene Dietrich reicht. „Die Reihe ist vor allem immer wieder ein großes intellektuelles Vergnügen, und der gemeinsame Nenner ist die Qualität“, meint Baur. Eines haben die hochkarätigen Gäste gemeinsam: Sie werden viel gelesen, gelobt, gesehen oder diskutiert und sollen – bei aller Unterschiedlichkeit – helfen zu vermitteln, dass Literatur auch ein Erlebnis sein und Lesen Freude und Spaß machen kann.

Auch bekannt als Kommissarin im „Polizeiruf“: Claudia Michelsen. Foto: Stefan Klüter

Claudia Michelsen

Auf dem Programm steht zum Auftakt am Samstag, 1. Oktober, Claudia Michelsen mit „Sag mir, wo die Blumen sind – Erinnerungen an Marlene Dietrich“. Die bekannte Schauspielerin (u.a. „Polizeiruf 110“, „Ku’damm“) widmet ihrer berühmten, 1901 in Berlin-Schöneberg geborenen Kollegin und Film-Ikone eine eindrucksvolle Hommage – auch jenseits des Bildes vom mysteriösen Vamp, der Diva oder blonden Venus. Michelsen zeichnet das Bild einer Schauspielerin, die wohl widersprüchlicher, moderner und kompromissloser war als jeder andere Hollywoodstar.

Rilke-Projekt mit Tatort-Kommissar

Mit dem Rilke Projekt auf „Das ist die Sehnsucht“-Jubiläumstour (14. Oktober) kommt Europas erfolgreichstes Poesie-Projekt nach Tuttlingen – besetzt mit den TV- und Filmstars Nina Hoger, Ralf Bauer und Dietmar Bär sowie einer hochkarätig besetzten Liveband. Ein ganz besonderer, musikalisch-literarischer Abend!

Andrea Sawatzki liest zum Frühstück

Am 16. Oktober gibt es eine Premiere beim Literaturherbst: erstmals findet eine Lesung als Matinee statt. Und davor wird in der Stadthalle ein Literaturfrühstück angeboten. Dann liest Andrea Sawatzki aus dem autobiografisch geprägten Roman „Brunnenstraße“ über eine Kindheit, die nicht war wie jede andere. Sawatzki gehört zu den bekanntesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen, ist aber auch eine äußerst erfolgreiche Autorin seit ihrem Spiegel-Bestseller „Ein allzu braves Mädchen“. Ihre fünf Bücher um die Familie Bundschuh wurden alle für das ZDF verfilmt.

Jakob Augstein literarisch

Dass Jakob Augstein Journalist, Publizist, Kolumnist und Verleger ist, wissen viele. Aus zahlreichen Talkrunden im TV kennen den 1967 geborenen Sohn des Schriftstellers Martin Walser und der John-Updike-Übersetzerin Maria Carlsson viele. Jetzt ist Augstein mit seinem literarischen Debüt „Strömung“ in der Literatur angekommen. Darin erzählt er von einem fiktiven Spitzenpolitiker, dem sein Leben entglitten ist.

Natalie Amiri

Weiter geht es am 25. Oktober mit einem Sachbuch: Natalie Amiri liest aus „Afghanistan – Unbesiegter Verlierer“. Der packende Bericht der „ARD-Weltspiegel“-Moderatorin ist Pflichtlektüre für alle, die die Katastrophe Afghanistans und ihre Folgen verstehen wollen. Amiri erklärt, was die Rückkehr der Taliban für die afghanische Bevölkerung bedeutet und welcher Zukunft die Frauen des Landes entgegensehen.

Spielt nicht nur den Kommissar, sondern schreibt auch selbst Krimis: Miroslaw Nemec. Foto: pm

Und noch einer vom Tatort

Den Abschluss macht dann am 4. November Miroslav Nemec mit dem Genre Krimi. Nemec, der in Zagreb geboren wurde und mit zwölf Jahren nach Deutschland kam, liest aus seinem zweiten Krimi „Kroatisches Roulette“. Diesmal weist die Spur in seine alte Heimat. Mit seinem zweiten Fall, der größtenteils in Kroatien spielt, gelingt dem Autor und Schauspieler (seit 1991 im ARD »Tatort« als Münchner Kommissar Ivo Batic) ein raffinierter Psychothriller in eigener Sache.

Vorverkauf

Auf das Publikum warten also sechs unterhaltsame, anspruchsvolle und sehr unterschiedliche Literaturveranstaltungen in der Stadthalle Tuttlingen. Ein Abo gibt es ab 22. August bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox in der Königstraße 13 (beim „Runden Eck“). Eintrittskarten sind ab 29. August außerdem bei allen Vorverkaufsstellen des Kulturtickets Schwarzwald-Baar-Heuberg und online unter www.tuttlinger-hallen.de erhältlich. Ein telefonischer Kartenservice ist unter Tel. (07461) 910996 eingerichtet.

Fünf Leseabende von Jakob Augstein über Andrea Sawatzki bis Natalie Amiri