Georg-Büchner-Preisträger Arnold Stadler liest im Schramberger Schloss

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Arnold Stadler. Foto: pm

Im Rah­men der Podi­um-Kunst-Aus­stel­lung von Alex­an­der Schön­feld kommt Schram­berg in den Genuss eines lite­ra­ri­schen Groß­ereig­nis­ses. Der viel­fach preis­ge­krön­te Schrift­stel­ler, Essay­ist und Über­set­zer Arnold Stad­ler liest unter dem Mot­to „Auf der ande­ren Sei­te mei­ner Augen“ Sät­ze für und über Maler: Von Bis­sier bis Schön­feld. Dies schreibt das Podi­um Kunst in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Arnold Stad­ler wur­de 1954 in Meß­kirch gebo­ren und wuchs auf einem Bau­ern­hof im Nach­bar­dorf Rast auf. Er stu­dier­te katho­li­sche Theo­lo­gie in Mün­chen und Rom, anschlie­ßend Ger­ma­nis­tik in Frei­burg und Köln. Seit 1995 lebt er über­wie­gend in Rast. Er erhielt 1998 den Marie-Lui­se-Kaschnitz-Preis und 1999 den Georg-Büch­ner-Preis. 2009 wur­de er mit dem Kleist-Preis aus­ge­zeich­net, 2010 mit dem Johann-Peter-Hebel-Preis. Zuletzt erschie­nen von ihm die Roma­ne »Komm, gehen wir«, „Sal­va­to­re”, „Ein­mal auf der Welt. Und dann so”, „New York machen wir das nächs­te Mal” und „Rausch­zeit”.

Dass Arnold Stad­ler bekann­te Roma­ne geschrie­ben hat, wis­sen die meis­ten. Weni­ger bekannt ist, dass er sich auch aktiv mit Kunst und Künst­lern aus­ein­an­der­setzt. So fin­den sich zum Bei­spiel Tex­te von ihm in Alex­an­der Schön­felds Kata­lo­gen „Far­be: Grau“ und zu Schön­felds Bil­der­se­rie „Grü­ne Räu­me“, des­sen Bil­der gera­de die Räu­me im Schram­ber­ger Schloss zie­ren. Stad­lers Tex­te „haben gar nichts Kunst­his­to­ri­sches oder Kri­ti­sches“, sie sind „natur­ge­mäß eine Hom­mage: ich habe kei­ne Freu­de an der Destruk­ti­on, auch fehlt mir dafür die Zeit und wird mir mein Leben lang feh­len“ so Stad­ler. Oder wei­ter: „Die soge­nann­te Ent­wick­lung, auch die künst­le­ri­sche, ist doch nichts ande­res als ein all­mäh­li­ches Zum-Vor­schein-Kom­men von Bil­dern unse­res Lebens.“

Las­sen Sie sich über­ra­schen, wie Stad­ler die Bil­der von Schön­feld erklärt (will er das über­haupt?), wel­chen Zugang er zu ihnen fin­det und zu wel­chen Gedan­ken­gän­gen sie ihn inspi­rie­ren. Eine fas­zi­nie­ren­de lite­ra­risch-phi­lo­so­phi­sche Rei­se in die Bil­der­welt von Künst­lern.

Die Lesung fin­det am Frei­tag, 3. Mai, um 20 Uhr im Schram­ber­ger Schloss statt, mit­ten in der Aus­stel­lung und den Bil­dern von Alex­an­der Schön­feld. Der Ein­tritt ist frei.

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