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Rottweil
Dienstag, 25. Februar 2020

Kaleidoskop der deutschen Clavierliteratur des 18. Jahrhunderts

ROTTWEIL – Piano – Pianissimo – Clavichord – unter diesem etwas provokanten Titel präsentiert der Rottweiler Alte-Musik-Spezialist Carsten Lorenz am kommenden Freitag, 10. Mai, 19.30 Uhr im Café am Känzele ein Kaleidoskop der deutschen Clavierliteratur des 18. Jahrhunderts.

Der Bogen spannt sich dabei von einer Suite des badischen Hofkapellmeisters J.C.F. Fischer über eine Bach’sche Toccata und eine der Preussischen Sonaten des Bach-Sohnes Carl Philipp Emmanuel bis hin zum „Adagio für eine Glasharmonika“ von Mozart. Alle diese Komponisten sind mit dem Clavichord als dem gebräuchlichsten Tasteninstrument ihrer Zeit aufgewachsen. Das Instrument ist zwar leise, kann aber dafür eine enorme Bandbreite dynamischer Schattierungen erklingen lassen, vom dezenten Mezzoforte bis hin zum äußersten Pianissimo…

Das Konzert beginnt bei freiem Eintritt um 19.30 Uhr, und auch für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt: Das Känzele-Team um Monika Fricker serviert kalte und warme Getränke à la Carte. Achtung: Sehr beschränkte Platzzahl.
 
Info: Der Cembalist und Kammermusikspezialist Carsten Lorenz erlernte sein Handwerk bei Harald Hoeren in Frankfurt/Main, bei Siebe Henstra in Utrecht (Solistenexamen 1994) sowie bei Jesper B. Christensen in Lyon und an der Basler Schola Cantorum Basiliensis. 1992 war er Semifinalist beim Concours Musica Antiqua Brugge, 2001 Finalist der ‚Erwin Bodky Competition for Early Music Soloists‘ (Boston).
Er widmet sich intensiv seiner pädagogischen Tätigkeit, aktuell am Institut für Alte Musik der Staatlichen Musikhochschule Trossingen und als Universitäts-Professor an der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Weitere Stationen waren das Landeskonservatorium für Vorarlberg in Feldkirch, die Evangelische Kirchenmusikhochschule in Tübingen und die Hochschule für Musik Würzburg. Darüber hinaus betreut er die Tastenspieler des Baden-Württembergischen Landesjugendbarockorchesters.
Carsten Lorenz ist in zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen zu hören, seine große Liebe gilt – neben seiner Familie – den äußerst subtilen Ausdrucksmöglichkeiten des Clavichords sowie der ‚erdigen‘ Kraft der Musik aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
 

 

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