Der Rottweiler Alte-Musik-Spezialist Carsten Lorenz. Foto: Dieter Sum

ROTTWEIL – Pia­no – Pia­nis­si­mo – Cla­vichord – unter die­sem etwas pro­vo­kan­ten Titel prä­sen­tiert der Rott­wei­ler Alte-Musik-Spe­zia­list Cars­ten Lorenz am kom­men­den Frei­tag, 10. Mai, 19.30 Uhr im Café am Kän­ze­le ein Kalei­do­skop der deut­schen Cla­vier­li­te­ra­tur des 18. Jahr­hun­derts.

Der Bogen spannt sich dabei von einer Sui­te des badi­schen Hof­ka­pell­meis­ters J.C.F. Fischer über eine Bach’sche Toc­ca­ta und eine der Preus­si­schen Sona­ten des Bach-Soh­nes Carl Phil­ipp Emma­nu­el bis hin zum „Ada­gio für eine Glas­har­mo­ni­ka“ von Mozart. Alle die­se Kom­po­nis­ten sind mit dem Cla­vichord als dem gebräuch­lichs­ten Tas­ten­in­stru­ment ihrer Zeit auf­ge­wach­sen. Das Instru­ment ist zwar lei­se, kann aber dafür eine enor­me Band­brei­te dyna­mi­scher Schat­tie­run­gen erklin­gen las­sen, vom dezen­ten Mez­zo­for­te bis hin zum äußers­ten Pia­nis­si­mo…

Das Kon­zert beginnt bei frei­em Ein­tritt um 19.30 Uhr, und auch für das leib­li­che Wohl der Gäs­te ist gesorgt: Das Kän­ze­le-Team um Moni­ka Fri­cker ser­viert kal­te und war­me Geträn­ke à la Car­te. Ach­tung: Sehr beschränk­te Platz­zahl.
 
Info: Der Cem­ba­list und Kam­mer­mu­sik­spe­zia­list Cars­ten Lorenz erlern­te sein Hand­werk bei Harald Hoe­ren in Frankfurt/Main, bei Sie­be Hen­s­tra in Utrecht (Solis­ten­ex­amen 1994) sowie bei Jesper B. Chris­ten­sen in Lyon und an der Bas­ler Scho­la Can­torum Basi­li­en­sis. 1992 war er Semi­fi­na­list beim Con­cours Musi­ca Anti­qua Brug­ge, 2001 Fina­list der ‚Erwin Bodky Com­pe­ti­ti­on for Ear­ly Music Soloists‘ (Bos­ton).
Er wid­met sich inten­siv sei­ner päd­ago­gi­schen Tätig­keit, aktu­ell am Insti­tut für Alte Musik der Staat­li­chen Musik­hoch­schu­le Tros­sin­gen und als Uni­ver­si­täts-Pro­fes­sor an der MUK – Musik und Kunst Pri­vat­uni­ver­si­tät der Stadt Wien. Wei­te­re Sta­tio­nen waren das Lan­des­kon­ser­va­to­ri­um für Vor­arl­berg in Feld­kirch, die Evan­ge­li­sche Kir­chen­mu­sik­hoch­schu­le in Tübin­gen und die Hoch­schu­le für Musik Würz­burg. Dar­über hin­aus betreut er die Tas­ten­spie­ler des Baden-Würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­ju­gend­ba­rock­or­ches­ters.
Cars­ten Lorenz ist in zahl­rei­chen Rund­funk- und CD-Pro­duk­tio­nen zu hören, sei­ne gro­ße Lie­be gilt – neben sei­ner Fami­lie – den äußerst sub­ti­len Aus­drucks­mög­lich­kei­ten des Cla­vich­ords sowie der ‚erdi­gen‘ Kraft der Musik aus der zwei­ten Hälf­te des 17. Jahr­hun­derts.