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Fünfmal 25 Jahre – HECO ehrt Jubilare

(Anzeige). Schramberg, im Juli 2020 – HECO feierte vor wenigen Tagen in angemessenem Rahmen die langjährige Betriebszugehörigkeit von fünf Mitarbeitenden. Die Jubilare...

Traditionelle Gerichte aus dem Schwarzwald auf der Speisekarte

(Anzeige). Unter dem Motto „Naturpark-Traditionsgerichte“ laden die Naturpark-Wirte auch in diesem Jahr zu einer kulinarischen Reise durch den Schwarzwald ein. Bis 31....

Hauser feiert Wiedereröffnung der Tankstelle: „Tanke-schön-Aktion“ auf dem Berner Feld

(Anzeige). Rottweil. Hauser öffnet am Samstag, 25. Juli 2020, wieder seine Tankstelle mit einer „Tanke-schön-Aktion“. Die Tankstelle ist an 7 Tagen die...
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Mittwoch, 5. August 2020
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    Komödiantisch den Kontinent retten

    ROTTWEIL – Ist Europa noch zu retten? Kann die derzeitige Kooperation
    zur Lösung drängender Probleme beitragen oder wird sie zwischen Brexit-Chaos und Populismus zerrieben? Diesen Fragen geht das Rottweiler Zimmertheater – mit viel komödiantischem Funkenflug – in seiner neuesten Produktion nach, die am 22. März Premiere hat.

    Stuttgart, Dortmund, Berlin: Allerorten versucht sich das Theater an Bestandsaufnahmen und Analysen zu Europa. Nun fügt sich auch das Rottweiler Theater in dieses Panorama ein – mit einer eigenen Stückentwicklung, die den Titel „Raub der Europa“ trägt. Und damit ganz tief im Mythen-Urgrund des Kontinents ansetzt: Der in der bildenden Kunst oft thematisierten Erzählung von der phönizischen Königstochter Europa, die vom lüsternen Götterherrscher Zeus in Gestalt eines Stiers entführt wird.

    Trotz dieses sagenhaften Assoziationsraums ist das Setting der Inszenierung, die gerade unter Hochdruck zur Premierenreife gebracht wird, sehr heutig: Regisseur Peter Staatsmann lässt in klassischer Kammerspiel-Verdichtung ein junges und ein älteres Paar zusammentreffen. Das ältere hat die mit der viel beschworenen Chiffre „1968“ verbundenen Auf- und Umbrüche aktiv miterlebt. Noch immer
    schwelgen die beiden in nostalgischer Erinnerung an die vermeintliche
    Heroenzeit, die den Ballast der Nazizeit abgeworfen,
    Verkrustungen aufgebrochen und die Tür zu einer freieren Zukunft
    aufgestoßen habe. Dabei sehen die ergrauenden Revoluzzer
    lässig darüber hinweg, dass alle Rhetorik sie nicht daran hinderte,
    letztlich zu genau den gut betuchten Wohlstands-Bürgern
    zu werden, die sie als Jugendliche verachteten.

    Auf dem jüngeren Paar hingegen lastet der ganze Alp gegenwärtiger Probleme – von wachsender gesellschaftlicher Spaltung, den Verwerfungen eines überhitzten Digitalkapitalismus bis zum drohenden Klimachaos. Und diese vier Leute, die zwei Generationen und noch mehr
    Lebensentwürfe repräsentieren, müssen es – vergleichbar etwa der klaustrophobischen Konstellation in Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ – nun einen ganzen Abend miteinander aushalten.

    Die jüngeren sollen – welche Ironie – gar für die älteren eine Party vorbereiten. Unweigerlich kommen sie auf brisante Problemlagen zu sprechen – und spielen Modelle des Umgangs damit durch. Denn was
    soll man tun, sofern man sich nicht nur auf ein „Augen zu und durch“ verlegt, wahlweise kombiniert mit einem hedonistischen Geld- und Konsumkult? Die älteren stehen für den Weg des Abgeklärten, teils zynisch Pragmatischen. Die jüngeren für einen überschießenden Idealismus, wie ihn momentan die Klima-Aktivistin Greta Thunberg repräsentiert.

    Aber anders als im realen Leben, wo in einer zunehmend verrohten
    Debatte die Positionen oft nur noch gegeneinanderprallen und eine junge Protestlerin mit übelstem Spott überhäuft wird, bringt Peter Staatsmann die Generationen ins Gespräch miteinander. Und ermöglicht ein Aufzeigen und Abwägen von Positionen – erfreulicherweise verbunden mit viel befreiendem Wortwitz und Humor.

    Der Abend, mit dem das Zimmertheater an die mit dem AfDStück
    „Wenn der Kahn nach links kippt, setze ich mich nach rechts“ begonnenen Reihe zur Gegenwartsdiagnose fortsetzt, verspricht spannend zu werden. Das auch, weil interessante, für Rottweil neue Akteure zu erleben sind: Das jüngere Paar verkörpern Margerita Wiesner und David Gundlach. Sie war nach dem Studium in Stuttgart unter anderem bereits an der Württembergischen Landesbühne Esslingen engagiert, er bereits beim ZDF Krimi „Ein Fall für Zwei“ zu sehen.

    Ihr älteres Pendant spielen Petra Weimer und Peter Raffalt. Weimar hat das hiesige Publikum bereits in mehreren Rollen als ausdrucksstarke Schauspielerin schätzen gelernt. Raffalt hingegen steht vor seiner Rottweil-Premiere. Er bringt Erfahrung aus zig Engagements etwa in Stuttgart, Trier, Bochum, Zürich, am Wiener Burgtheater sowie aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit. Seit 2017 ist er künstlerischer Leiter der Sommerfestspiele Wangen im Allgäu, seit 2018 des Sommertheaters Überlingen. Überdies ist der gestandene Theatermacher seit Jahren auch als Autor und Regisseur tätig – eine reiche Erfahrung also, die auf der Bühne spürbar wird.

    Info: Die Premiere ist am 22. März, 20 Uhr. Weitere Aufführungen
    am 23., 29. und 30. März, am 4., 5., 6. und 12. April, sowie am
    10., 11., 17., 18., 24. und 25. Mai und am 2. Juni.

     

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