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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Kul­tur Kul­tur­be­sen wur­de zum Cavern-Club

Kulturbesen wurde zum Cavern-Club

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Im Kul­tur­be­sen gas­tier­te wie­der ein­mal die Grup­pe ”Help” mit einer Bea­t­­les-Show. Achim Ring­wald war für die NRWZ dabei:

Um es gleich vor­weg­zu­neh­men: Der Abend mit ”Help” und dem Tri­bu­te an die Beat­les wur­de zu einem der magi­schen Momen­te im Kul­tur­be­sen, an dem der unglaub­li­che Besen-Spi­­rit vom Publi­kum auf die Musi­ker über­sprang. Fakt ist, dass die Zuga­be am Sams­tag­abend so lan­ge dau­er­te wie die Kon­zer­te der Beat­les von 1963 bis 1966.

Genau 30 Minu­ten lang war näm­lich die Zuga­be und ende­te weit nach 23 Uhr mit einer ful­mi­nan­ten Ver­si­on des eigent­lich ganz beat­les­un­ty­pi­schen Stü­ckes „Hel­ter Skel­ter“ vom Weis­sen Album von 1968. Laut einer Besu­che­rin klang das wie AC/DC, was als Kom­pli­ment gedacht war. Der Spaß, den die vier Musi­ker dabei hat­ten, war weder zu über­se­hen noch zu über­hö­ren.

Bis es aber soweit war, nahm die Bea­t­­les-Tri­bu­­te-Band ”Help” die Besu­che­rin­nen und Besu­cher mit zurück auf eine Zeit­rei­se in die Jah­re 1962 bis 1970. Die Lie­der hier im Ein­zel­nen auf­zu­füh­ren, wür­de den Rah­men einer sol­chen Beri­cher­stat­tung spren­gen. Jeden­falls war von der ers­ten Sin­gle „Love me do“ bis zu „Come tog­e­ther“ vom zuletzt auf­ge­nom­me­nen Album Abbey Road alles dabei.

Das sehr text­si­che­re Publi­kum über­nahm bei Songs wie „Yes­ter­day“ oder „Hey Jude“ teil­wei­se kom­plett den Gesang, sehr zur Freu­de der Musi­ker. Aber auch die eher unbe­kann­te­ren Songs kamen am Sams­tag­abend im Kul­tur­be­sen sehr gut an. Und wer außer den ein­ge­weih­ten Fans im Publi­kum kennt schon Songs wie „I’m down“ oder „Dri­ve my car“. Die Polo­nä­se zu „Ob la di, Ob la da“ weck­te wie­der­um schon die Vor­freu­de auf nach Weih­nach­ten kom­men­de Tage.

Doch nicht nur musi­ka­lisch über­zeug­te die Band. Auch das Out­fit und die Instru­men­te waren ori­gi­nal aus die­ser Zeit. Vom welt­be­rühm­ten Höf­­ner-Bea­t­­les-Bass bis hin zur 325er Ricken­back­er, die mitt­ler­wei­le nach John Len­non benannt ist, war alles dabei. Und natür­lich alles gespielt über Ver­stär­ker der Fir­ma VOX. Ledig­lich die ein­ge­setz­ten Effekt­ge­rä­te und die Moni­tor­bo­xen gab es damals noch nicht.

Man muss sich heu­te vor Augen hal­ten, dass die Beat­les mit dem Equip­ment vom Kul­tur­be­sen damals in gro­ßen Hal­len und sogar Sta­di­en spiel­te. Und das noch vor tau­sen­den krei­schen­den Fans. Das zum Glück blieb im Kul­tur­be­sen aus. In Ohn­macht fiel auch nie­mand. Wäh­rend die Band im ers­ten Set noch die schwar­zen Anzü­ge der Jah­re 1962 bis 1964 trug, stieg sie nach der Pau­se auf das Büh­nenout­fit der US-Tour­nee von 1965 um. Inklu­si­ve des She­­riff-Sterns aus dem Shea-Sta­­di­um in New York.

Bereits jetzt freu­en sich die Fans auf den Auf­tritt der Band im nächs­ten Jahr. Nach dem Kon­zert im Park der Zei­ten 2015 und nun schon vier­mal im Kul­tur­be­sen ist das fast schon ein Heim­spiel für Help.

 

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