Lea Söhner liest in Schramberg

"Glück hatte ich keines in meinem Leben. Vielleicht im Himmel einmal“

Lea Söhner. Foto:pm

SCHRAMBERG (pm)- „Ein Genera­tio­nen­ro­man zwi­schen Neckar­land und Schwä­bi­scher Alb“, so  kün­digt der Sil­ber­burg-Ver­lag das jüngst erschie­ne­ne Werk „Viel­leicht im Him­mel ein­mal“ von Lea Söh­ner an. Die Autorin wird auf Ein­la­dung des Frau­en­bei­rats zu einer Lesung nach Schram­berg kom­men, berich­tet Bar­ba­ra Olo­win­sky vom Frau­en­bei­rat in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Ein Stück Lan­des­ge­schich­te und zugleich Frau­en­geschich­te im Süd­deut­schen Raum, ein Blick hin­ter die Kulis­sen einer schwä­bisch-pie­tis­ti­schen Groß­fa­mi­lie mit einem mäch­ti­gen Ehe­mann, Vater und Groß­va­ter und die davon lebens­lang gepräg­ten Frau­en­schick­sa­le. Mit ihrem Erst­lings­werk , das teil­wei­se auto­bio­gra­phi­sche Züge hat,  lässt die Autorin meh­re­re Genera­tio­nen zu Wort kom­men, zwölf Frau­en und einen Mann, sie betont aber dabei :  „Die­se Geschich­ten sind wahr und erfun­den. Die Figu­ren aber gehö­ren mir und machen, was ich will.“

Inten­si­ve  Gesprä­che  mit zahl­rei­chen Ver­wand­ten und vor allem deren Erzähl­be­reit­schaft erga­ben schließ­lich den Stoff für eine Fami­li­en­ge­schich­te, den Titel dazu habe ihr Tan­te Rosa geschenkt: „Glück hat­te ich kei­nes im Leben. Viel­leicht im Him­mel ein­mal“.  Die Autorin betont, dass nichts über­zo­gen sei, sie habe in die Figu­ren „rein­ge­guckt“, denn von außen sei, so die Erzäh­lun­gen von frü­her ,  sehr oft nichts sicht­bar gewe­sen.

Lea Söh­ner , gebo­ren 1958 im Schwä­bi­schen, stu­dier­te Dia­ko­nie und Reli­gi­ons­päd­ago­gik, war zehn Jah­re lang in der Dia­ko­nie und in der kirch­li­chen Sozi­al­ar­beit tätig, ließ sich zur Psy­cho­the­ra­peu­tin aus­bil­den, hielt sich meh­re­re Jah­re in Eng­land, Isra­el, Indi­en und  Süd­ame­ri­ka auf, lei­te­te zwei Insti­tu­te für Tan­tra Mas­sa­gen und lebt heu­te als Unter­neh­me­rin für Jute­pro­duk­te in Zürich und Ammer­buch. Sie sei stets auf der Suche nach dem wah­ren Sinn für ihr eige­nes Leben gewe­sen und habe dabei Höhen und Tie­fen erlebt.

Mit bild­haft-kla­rer Spra­che erzählt Lea Söh­ner,“ so der Klap­pen­text, „wie die Frau­en um ihren eige­nen Weg rin­gen und das pral­le Leben voll Lie­be, Schmerz und Schön­heit unter dem grau­en Tep­pich eines sin­nes­feind­li­chen Glau­bens ent­de­cken.“

Lesung in der „Buchlese”

Aus Anlass des „Inter­na­tio­na­len Tags gegen Gewalt an Frau­en“ am 25. Novem­ber, wür­digt der  Frau­en­bei­rat in Schram­berg auch in die­sem Jah­re  mit der Blau­en-Fah­nen-Akti­on die Initia­ti­ve von Terre des femmes. Gewalt gegen Frau­en zeigt sich in viel­fa­cher Form in äuße­rer Gewalt, aber auch psy­chi­scher Druck kann zu see­li­scher Kör­per­ver­let­zung füh­ren. Hier am Bei­spiel streng pie­tis­ti­scher Erzie­hung eines cha­ris­ma­ti­schen Fami­li­en­ober­haupts, die vie­le Nar­ben hin­ter­lässt.

Die Buch­hand­lung „Buch­le­se” in Koope­ra­ti­on mit dem Frau­en­bei­rat Schram­berg hat die Autorin Lea Söh­ner zu einer Lesung aus ihrem Buch „Viel­leicht im Him­mel ein­mal“ ein­ge­la­den. Dabei ist auch ein Gespräch mit der Autorin im Anschluss mög­lich. Sams­tag, 25. Novem­ber 16 Uhr in den Räu­men der Buch­hand­lung „Buch­le­se” Schram­berg, Haupt­stra­ße 12.