Nor­bert Stock­hus hat Spek­ta­ku­lä­res geschaf­fen: ein fan­ta­sie­vol­les Rott­weil-Wim­mel­bild, rie­sig in sei­nen Dimen­sio­nen, an dem man sich nicht satt sehen kann. So freu­te sich die NRWZ im Juni ’16 über die anste­hen­de Aus­stel­lung des Gemäl­des im Alten Rat­haus. Die NRWZ konn­te damals exklu­siv einen Appe­tit­hap­pen prä­sen­tie­ren. Das kön­nen wir jetzt wie­der – dies­mal sogar im Bewegt­bild.

Bei der Arbeit beobachtet: Norbert Stockhus.
Bei der Arbeit beob­ach­tet: Nor­bert Stock­hus.

Jah­re­lang herrsch­te Schwei­gen, zuletzt Zen­sur: Kein Foto des neu­en Rott­weil-Pan­ora­mas von Nor­bert Stock­hus soll­te vor­ab publik wer­den. Jah­re­lang hat­te der in Glatt leben­de Maler, Jahr­gang 1948, an dem von Kreis­ar­chi­var Bern­hard Rüth initi­ier­ten Gemäl­de gear­bei­tet. Dann lüf­te­te sich der Schlei­er, gab es ers­te Details des nicht nur wegen der Maße (1,80 auf 2,20 Meter) monu­men­tal zu nen­nen­den Werks. Das Land­rats­amt hat eini­ge Auf­nah­men publi­ziert.

Die Ausstellung – ein Besuchermagnet

logoDann die Aus­stel­lung „Nor­bert Stock­hus trifft David Röt­lin“, geführt unter dem Label „denk mal kunst“,  die bis 4. Sep­tem­ber im Alten Rat­haus der Stadt Rott­weil zu sehen war. Sie erwies sich als Besu­cher­ma­gnet. Im Mit­tel­punkt der Son­der­aus­stel­lung steht das neue Rott­weil-Bild des Glat­ter Künst­lers Nor­bert Stock­hus, das die Kern­stadt – fan­tas­tisch ver­frem­det – in der Vogel­schau zeigt. Das neue Stadt­pan­ora­ma hing dort neben dem Pro­to­typ aller Rott­weil-Gemäl­de  David Röt­lins Pür­sch­ge­richts­kar­te von 1564.

Die Aus­stel­lung ist vor­über. Und doch bleibt sie. Zunächst im Kopf –  Rott­weil als Wim­mel­bild, an dem man sich gar nicht satt sehen kann.

In der Rolle der Leinwand.
In der Rol­le der Lein­wand.

Was bleibt: das Video

Und jetzt das Video. Kein ein­fa­ches Abfil­men des Werks. Son­dern eine prä­gnan­te klei­ne Stu­die des Schaf­fens Stock­hus‘. Wie er mit Pas­si­on, Hin­ga­be und viel, viel Geduld Pin­sel­strich für Pin­sel­strich führt. Der Video­be­trach­ter schlüpft dabei sogar in die Rol­le der Lein­wand, sieht, was sie vom Künst­ler sieht, ein beson­ders net­ter Kunst­griff der Video­fil­mer.

Stock­hus malt gera­de die Gau­ben am Kameleck, das Betrach­ter­au­ge schweift über die Hoch­brück­tor­stra­ße, knapp links am Kapel­len­turm vor­bei, dem schöns­ten Turm zwi­schen Paris und Prag, und der Rott­wei­ler spürt ein hei­mat­li­ches Krib­beln. Und immer wie­der taucht Stock­hus‘ ruhi­ge Hand auf. Alles unter­malt von sanf­ter, eben­so ruhi­ger Kla­vier­mu­sik.

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Foto: pm

Der Auftraggeber? Beeindruckt

Und gegen Ende taucht Initia­tor Bern­hard Rüth auf, wie bei der Abnah­me des Gemäl­des, beein­druckt wirkt er. Ein Zustand, der sich auch auf den Video­be­trach­ter über­trägt. Dann, qua­si als Abspann, der Künst­ler beim Signie­ren, ein Trä­ger einer mini­ma­lis­ti­schen Uhr, Dun­kel. Aus.

Das Video zeigt es noch­mal: Stock­hus‘ Werk ist ein­zig­ar­tig und ein beson­de­res Pro­jekt. Der Land­kreis Rott­weil woll­te eine mul­ti­me­dia­le Pro­duk­ti­on haben, die Ent­ste­hung des Gemäl­des fest­hal­ten. Umge­setzt hat dies die Rott­wei­ler Agen­tur arve­nio mar­ke­ting GmbH.

Die Agentur hatte „viel Freude”

Im Video”, sagt deren Chef, Ste­fan Wal­li­ser zur NRWZ, „wer­den ein­ma­li­ge Sze­nen und Detail­ein­stel­lun­gen gezeigt, die Nor­bert Stock­hus wäh­rend er malt dar­stel­len.” Es sei­en  Sze­nen und Detail­auf­nah­men der Ent­ste­hung und wie das Bild nach Art der gro­ßen Meis­ter-Maler rea­li­siert wur­de, Impres­sio­nen der Aus­stel­lung sowie Makro-Auf­nah­men aus dem zuge­hö­ri­gen Buch, wel­ches durch Hans Peter Kam­me­rer umge­setzt wur­de.

arve­nio mar­ke­ting hat­te viel Freu­de dar­an, auch unter schwie­ri­gen Licht­ver­hält­nis­sen die Pro­duk­ti­on wäh­rend der Aus­stel­lung zu rea­li­sie­ren”, so Wal­li­ser. Sein Unter­neh­men hat im lau­fen­den Jahr mehr als 70 Video­pro­duk­tio­nen gemacht – „die­se war jedoch sowohl the­ma­tisch als auch von der Auf­ga­ben­stel­lung her für uns eben­so beson­ders wie es das Gemäl­de selbst ist.”

Ein Muss für alle Kunst- und Rott­weil-Fans, die nicht bei der Aus­stel­lung im alten Rat­haus dabei sein konn­ten.

Und hier ist es: das Video