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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Kul­tur Podi­um Kunst zeigt Timm Kre­gel

Podium Kunst zeigt Timm Kregel

Skulp­tu­ren & Gra­fik im Schram­ber­ger Schloss

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SCHRAMBERG  (him) –  Aus einem uralten Sagen­ge­biet, dem Kyff­häu­­ser-Kreis in Thü­rin­gen, kommt Timm Kre­gel. Dort, wo Kai­ser Bar­ba­ros­sa schlum­mert, lebt und arbei­tet er als Bild­hau­er und Gra­fi­ker. Ab die­sem Wochen­en­de zeigt er im Schram­ber­ger Schloss sei­ne Skulp­tu­ren und Gra­fi­ken.

Sei­ne Metall­skulp­tu­ren schafft er zunächst im Ate­lier: Mit Ket­ten­sä­ge und Schnitz­werk­zeug bear­bei­tet er Holz­mo­del, die dann in einer Gie­ße­rei im Kas­ten­guss­ver­fah­ren mit Alu­mi­ni­um aus­ge­gos­sen wer­den. Eine zwei­te Metho­de lässt beim Gie­ßen noch mehr künst­le­ri­sches Arbei­ten zu: Der offe­ne Herd­guss. Dabei kann er mit einem Spach­tel den Guss beein­flus­sen, wäh­rend ein erfah­re­ner Gie­ßer das Alu­mi­ni­um in die Form flie­ßen lässt. „Vie­les ergibt sich da von allein.“

Kre­gel wur­de 1957 in Leip­zig gebo­ren, er arbei­te­te Anfang der 80er Jah­re als Mario­net­ten­bau­er am Pup­pen­thea­ter Hal­le und stu­dier­te an der Kunst­hoch­schu­le auf Burg Gie­bichen­stein in Hal­le. Seit­her arbei­tet er als frei­schaf­fen­der Künst­ler. Aus der Zeit als Mario­net­ten­bau stammt sei­ne Vor­lie­be für Holz, erzählt er beim Auf­bau der Aus­stel­lung im Schloss.

Auf Burg Gie­bichen­stein habe er das Hand­werk und die Male­rei und Gra­fik stu­diert. „Ich füh­le mich den hand­werk­li­chen Tra­di­tio­nen ver­pflich­tet.“ Vor etwa zehn Jah­ren habe er dann mit den Metall­güs­sen ange­fan­gen. Der Kunst­kri­ti­ker Rein­hard Muschik schreibt über Kre­gels For­men­schatz, er wer­de „gespeist von Natur­pro­zes­sen, von vege­ta­ti­ven pflanz­li­chen For­mun­gen, die sich tei­len, ver­meh­ren, kreis­för­mig in Spi­ra­len den Raum erobern, sich ent­wi­ckeln, rei­fen, sta­gnie­ren, mutie­ren, und die oft erschei­nen wie durch ein Mikro­skop betrach­tet, als Neu­ent­de­ckun­gen einer Spe­zi­es, einer bis­lang unbe­kann­ten Lebens­form.“

Auf Emp­feh­lung von Hei­ko Bör­ner hat der Kunst­ver­ein Podi­um Kunst den Thü­rin­ger zur Aus­stel­lung ein­ge­la­den. Die Stadt hat er schnell ins Herz geschlos­sen, beson­ders die Vil­la Jung­hans, in der er über­nach­tet: „Die­se Grün­der­zeit­vil­la ist fan­tas­tisch.“

Gemein­sam mit sei­nem Schram­ber­ger Künst­ler­kol­le­gen Rémy Tre­vi­san häng­te er Gra­fi­ken und plat­zier­te sei­ne Plas­ti­ken in den drei gro­ßen Aus­stel­lungs­räu­men. Auf sei­ne Aus­stel­lung in Schram­berg freut sich der Künst­ler sehr: „Die Räu­me im Schloss sind klas­se.“

Die Aus­stel­lung ist vom 24. Sep­tem­ber bis zum 13. Novem­ber zu sehen. Öff­nungs­zei­ten: Diens­tag bis Sams­tag 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Fei­er­ta­ge 11 bis17 Uhr.

 

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