Reinhold Nägele, die Familie Landenberger und Schramberg”

Präsentation der letzten „Kostbarkeit aus 150 Jahren Stadtgeschichte“

Porträt von Paul Landenberger d.Ä. (1848-1939) von Reinhold Nägele (1884-1972) aus dem Jahr 1928. Vorlage: Stadtarchiv Schramberg

SCHRAMBERG (ck) – Mit einem Vor­trag über den Künst­ler Rein­hold Näge­le, die Fami­lie Lan­den­ber­ger und die ehe­ma­li­ge Ham­burg-Ame­ri­ka­ni­sche Uhren­fa­brik (H.A.U.) in Schram­berg klingt am Frei­tag, 17. Novem­ber, das Pro­gramm „Kost­bar­kei­ten aus 150 Jah­ren Stadt­ge­schich­te“ des Muse­ums- und Geschichts­ver­eins Schram­berg aus.

Rein­hold Näge­le (1884–1972) war einer der bedeu­tends­ten schwä­bi­schen Künst­ler des 20. Jahr­hun­derts, des­sen male­ri­sches und gra­phi­sches Werk gro­ße Beach­tung gefun­den hat. Auf sei­nen Gemäl­den, Radie­run­gen und Hin­ter­glas­bil­dern fin­den sich ein­drucks­vol­le Ansich­ten von Städ­ten und Land­schaf­ten sei­ner schwä­bi­schen Hei­mat, Por­träts zeit­ge­nös­si­scher Per­sön­lich­kei­ten und sur­re­al-poe­ti­sche Fan­ta­si­en, in denen „Jugend­stil“, „Neue Sach­lich­keit“ und „Magi­scher Rea­lis­mus“ zu einer „ganz eigen­stän­di­gen Bil­der­fin­dung“ ver­wo­ben sind. 1923 war er unter den Grün­dern der „Stutt­gar­ter Seces­si­on“, die sich vom „Künst­ler­bund Stutt­gart“ abge­spal­tet hat­te, weil sie mit des­sen ver­al­te­ten Auf­fas­sun­gen nicht mehr einig ging.

In der Mit­te der 1920er-Jah­re war Rein­hold Näge­le – ver­mit­telt durch sei­nen etwas jün­ge­ren Freund Dr. Fritz Lan­den­ber­ger (1892–1978) – auch mehr­fach für des­sen Fami­lie und deren Ham­burg-Ame­ri­ka­ni­sche Uhren­fa­brik (H.A.U.) in Schram­berg tätig. Eini­ge die­ser Arbei­ten wur­den erst in den letz­ten Jah­ren bekannt und sind im Werk­ver­zeich­nis aus dem Jahr 1984 nicht ent­hal­ten.

Stadt­ar­chi­var und Muse­ums­lei­ter Cars­ten Kohl­mann wird zum Abschluss des Jah­res­pro­gramms des Muse­ums- und Geschichts­ver­ein Schram­berg über den Künst­ler Rein­hold Näge­le berich­ten, auf sei­ne Bezie­hun­gen zur Fami­lie Lan­den­ber­ger ein­ge­hen und die bis­her aus Schram­berg bekann­ten Bil­der vor­stel­len.

Info: Der Vor­trag fin­det um 19 Uhr im Gast­haus „Rosen­gar­ten“ in Schram­berg statt (Para­dies­gas­se 7). Der Ein­tritt ist frei. Alle Freun­de der Stadt­ge­schich­te sind herz­lich ein­ge­la­den.