"Der Gekreuzigte" von Siegfried Haas. Foto: pm

ROTTWEIL – Im Domi­ni­ka­ner­mu­se­um Rott­weil wird am 30. April die Son­der­aus­stel­lung „Reli­giö­se Kunst der Moder­ne im Raum Rott­weil“ eröff­net. Mit Wer­ken von drei­zehn Künst­lern und Künst­le­rin­nen bie­tet sie ein Pan­ora­ma christ­li­cher Kunst im Zeit­raum 1945–2017.

Der obe­re Neckar­raum ist seit Jahr­hun­der­ten eine Hoch­burg christ­li­cher Kunst. Im „Kunst­raum Rott­weil“ voll­zog sich in den 1950er und 1960er Jah­ren auf brei­ter Front der Auf­bruch in die (Zwei­te) Moder­ne. In einem Moder­ni­sie­rungs­schub brach­ten der Bild­hau­er Erich Hau­ser und sei­ne Mit­strei­ter die Kul­tur­stadt Rott­weil und ihr Umland auf das künst­le­ri­sche Niveau der Zeit.

Auch die christ­li­chen Kir­chen öff­ne­ten sich in der Nach­kriegs­zeit der zeit­ge­nös­si­schen Kunst. In und um Rott­weil wur­den vie­le Kir­chen und Kapel­len im Geist der Moder­ne neu gestal­tet und mit aktu­el­len Wer­ken sakra­ler Kunst aus­ge­stat­tet.
Die Aus­stel­lung „Reli­giö­se Kunst der Moder­ne im Raum Rott­weil“ bie­tet einen exem­pla­ri­schen Über­blick über das wei­te Feld der christ­li­chen Kunst im Zeit­raum 1945–2017. Zu sehen sind Wer­ke sakra­ler Kunst eben­so wie Wer­ke mit reli­giö­ser The­ma­tik, die nicht im kirch­li­chen Kon­text ste­hen.

In der Aus­stel­lung ver­tre­ten sind Künst­ler und Künst­le­rin­nen, deren Lebens­mit­tel­punkt im Raum Rott­weil lag bzw. liegt, eben­so wie „asso­zi­ier­te“ Künst­ler, die mit dem Raum Rott­weil in pro­duk­ti­ver Ver­bin­dung stan­den bzw. ste­hen. Mit Rück­sicht auf die räum­li­chen Gege­ben­hei­ten wur­de der Kreis der ein­zu­be­zie­hen­den Künst­ler und Künst­le­rin­nen eng begrenzt.

Gezeigt wer­den Arbei­ten von Albert Birk­le, Franz Bucher, Wil­li Bucher, Josef Bücheler, Ange­la M. Flaig, Sieg­fried Haas, Erich Hau­ser, Romu­ald Hengst­ler, Tobi­as Kam­me­rer, Emil Kiess, Ger­ma­na Klai­ber-Kas­per, Jür­gen Knub­ben und Wen­de­lin Matt.

Das Spek­trum der künst­le­ri­schen Posi­tio­nen ist breit gefä­chert; es reicht vom Expres­si­ven Rea­lis­mus der Nach­kriegs­zeit bis zur Mini­mal Art und zur Arte Pove­ra der Gegen­wart.
Die Aus­stel­lung „Reli­giö­se Kunst der Moder­ne im Raum Rott­weil“ wird von Kreis­ar­chi­var Bern­hard Rüth in Ver­bin­dung mit dem Kunst­wis­sen­schaft­ler Dr. Andre­as Zol­ler kura­tiert. Für die Prä­sen­ta­ti­on zeich­net das Aus­stel­lungs­team des Land­rats­amts Rott­weil ver­ant­wort­lich. Zur Aus­stel­lung erscheint ein Kata­log­buch mit Text­bei­trä­gen von Dr. Micha­el Kess­ler und Dr. Andre­as Zol­ler.

Die Aus­stel­lung zur reli­giö­sen Kunst wird am Sonn­tag, 30. April, um 11 Uhr von Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß eröff­net. Kreis­ar­chi­var Bern­hard Rüth führt in die The­ma­tik ein. Die Son­der­aus­stel­lung ist bis zum 10. Sep­tem­ber im „Kunst Raum Rott­weil“ zu besich­ti­gen.
Bern­hard Rüth