Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen. Es ist eine der größ­ten Ver­an­stal­tun­gen in der Dop­pel­stadt, nach der Fas­net und der Süd­west­mes­se die wohl größ­te. 20.000 Men­schen wer­den erwar­tet, so das Wet­ter mit­macht und der Fuß­ball­gott nicht zu vie­le abzieht. Die 11. Schwen­nin­ger Lan­ge Kul­tur­nacht am 2. Juli wird wie­der eine der Super­la­ti­ve. Auch, was Sicher­heit und Regle­ment betrifft. Sie ist heu­te, ein­ein­halb Wochen zuvor zudem noch immer für Über­ra­schun­gen gut.

Das Café Häring am Diens­tag­mor­gen. Die Schwen­nin­ger Insti­tu­ti­on beher­bergt die klei­ne Jour­na­lis­ten­run­de um Kul­tur­amts­lei­ter Andre­as Dob­mei­er, und zum Früh­stück ein paar Tische wei­ter ein älte­res Ehe­paar. Gede­cke, bestehend aus Espres­so und Was­ser, wer­den gereicht, ein Jour­na­list und ein Kul­tur­amts­mit­ar­bei­ter über­le­gen, ob sie sich das tei­len wol­len. Denn die Stadt zahlt, und die spart ger­ne. Auch, wenn sie in weni­gen Tagen mit Geld nur so um sich wirft. Wenn sie in nur einer Nacht, am 2. Juli, min­des­tens 135.000 Euro aus­ge­ben wird, eher noch 150.000 bis 160.000. Weil das näm­lich ein Null­sum­men­spiel wird, bei all dem Auf­wand. Da bleibt nichts hän­gen. 

Ich hät­te nicht gedacht, dass wir ein­mal die elf­te Aus­ga­be ver­an­stal­ten wür­den, als wir das aus der Tau­fe geho­ben haben.” Dob­mei­er, eigens aus Vil­lin­gen nach Schwen­nin­gen gereist, erklärt das gleich zu Beginn. Und dass sich das so aus­wach­sen wür­de: sechs Büh­nen, wie­der eine mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr. 28 Ver­an­stal­tungs­or­te. Rund 1000 Akteu­re. Eine kom­plett gesperr­te Innen­stadt. Mega­sound zur Mit­ter­nacht auf der Mus­len­platz­büh­ne. Und ein gro­ßes Mot­to: „Gemein­sam sind wir bunt”, das die kul­tu­rel­le Viel­falt der Stadt wie­der­spie­geln soll. Der Kul­tur­amts­lei­ter: „Die Kul­tur­nacht ist das ein­zi­ge kul­tu­rel­le Event im Jahr, das tat­säch­lich zeigt, wie bunt unse­re Stadt­be­völ­ke­rung ist.”

Ein Star kommt nach Schwenningen: Phil Bates. Foto: pm
Ein Star kommt nach Schwen­nin­gen: Phil Bates. Foto: pm

Fest von Bürgern für Bürger

Zum Fest der Bür­ger für die Bür­ger sei sie gewor­den, sagt Dob­mei­er über die Schwen­nin­ger Kul­tur­nacht, sie ist sogar noch mehr. Wäh­rend anfangs Gas­tro­no­men auf­ge­ru­fen gewe­sen waren, ihren Bei­trag zu leis­ten, zeigt die Groß­ver­an­stal­tung in Schwen­nin­gens Mit­te inzwi­schen die gan­ze Ver­eins-, also Bür­ger­viel­falt. Zudem aber bie­tet sie die Büh­ne für einen inter­na­tio­na­len Top-Act wie Phil Bates, der mit dem Elec­tric Light Orches­tra Part II tourt und das Ber­lin String Orches­tra dabei haben wird. Sein Auf­tritt beginnt um 23.30 Uhr auf dem Mus­len­platz.

Ansons­ten: Sal­sa und Streich­or­ches­ter, Blas- und Blues­mu­sik, Tanz und Thea­ter, Zir­kus und Zupf­ka­pel­le. Das Pro­gramm ist inzwi­schen extrem durch­ge­tak­tet, im Fünf-Minu­ten-Rhyth­mus kom­men etwa Tän­zer nach­ein­an­der auf die Büh­ne, berich­tet der Kul­tur­amts­lei­ter. Bei all den Akteu­ren, all der Viel­falt, hat sein Team eines nicht geschafft: alle zu berück­sich­ti­gen. „Es haben sich wie­der mehr Künst­ler und Grup­pen ange­mel­det, als wir auf­tre­ten las­sen kön­nen”, so Dob­mei­er. „Wir las­sen so vie­le auf­tre­ten, wie mög­lich.”

Das Team vom Kulturamt: die Mitarbeiter Meinrad Kempf (links) und Lisa Jeske, sowie Chef Andreas Dobmeier. Foto: gg
Das Team vom Kul­tur­amt: die Mit­ar­bei­ter Mein­rad Kempf (links) und Lisa Jes­ke, sowie Chef Andre­as Dob­mei­er. Foto: gg

Geld in Form einer Gage bekommt nie­mand – außer so Leu­te wie Bates und Co., ver­steht sich.  „Nicht leist­bar”, so Dob­mei­er. Der Etat der Nacht sei eng bei all dem Auf­wand, den die Stadt­ver­wal­tung trei­be. Das Geld aus den Ein­tritts­bän­deln und von den Spon­so­ren, das flie­ße direkt in die Ver­an­stal­tung und wird gleich­sam in einer Nacht auf den Kopf gehau­en. Andre­as Dob­mei­er:

Ich wünsch­te, es wäre mög­lich , jeder teil­neh­men­den Grup­pe eine Aner­ken­nung zu zah­len, aber das ist nicht drin.”

Buntes Treiben in Schwenningen: die Kulturnacht. Foto: Michael Kienzler
Bun­tes Trei­ben in Schwen­nin­gen: die Kul­tur­nacht. Foto: Micha­el Kienz­ler

Enges Regelwerk, neues Sicherheitskonzept

Die­sem bun­ten Trei­ben wol­len natür­lich Regeln gesetzt sein. Eine sol­che Regel ist die Sperr­zeit­ver­kür­zung auf jetzt zwei Uhr. Damit die Kul­tur­nacht auch eine wird und nicht eine hal­be oder nur ein Abend, wie Spöt­ter lächelnd mei­nen. 

Wei­te­re Regeln betref­fen ein neu­es Sicher­heits­kon­zept, das die Stadt jetzt live umset­zen will. In Form einer Pre­mie­re. Poli­zei, Feu­er­wehr, Rotes Kreuz, das Bür­ger­amt, bei­spiels­wei­se, hät­ten mit­ge­wirkt, so Dob­mei­er. Das Kon­zept sei seit meh­re­ren Mona­ten in Bear­bei­tung, ergänzt die städ­ti­sche Pres­se­stel­le auf Nach­fra­ge der NRWZ. Im Rah­men des Erar­bei­tungs­pro­zes­ses hät­ten meh­re­re Work­shops mit betei­lig­ten Ämtern, der Poli­zei und ande­ren statt­ge­fun­den.

Das Sicher­heits­kon­zept ist der­weil noch nicht for­mal geneh­migt, die Pres­se­stel­le bestä­tigt das. Zustän­dig sei das Bür­ger­amt. Da die­ses mit an der Aus­ge­stal­tung des Kon­zepts betei­ligt gewe­sen sei, sieht Dob­mei­er dar­in auf Nach­fra­ge kein Pro­blem. Das Kon­zept wer­de zeit­nah dem Bür­ger­amt zur Geneh­mi­gung vor­ge­legt, heißt es zudem aus der Pres­se­stel­le.

Betei­ligt waren zwei Rechts­an­wäl­te, Vol­ker Löhr und Dani­el Schlat­ter. Der Schwer­punkt deren Kanz­lei lie­ge neben dem Event­recht auch auf der umfas­sen­den Bera­tung von Kom­mu­nen, teil­te die Stadt­ver­wal­tung Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen der NRWZ dazu mit. Zudem sei die Kon­stan­zer Fach­an­walts­kanz­lei Schlat­ter & Zahl juris­tisch und ver­an­stal­tungs­fach­lich qua­li­fi­ziert und zeich­ne sich durch lang­jäh­ri­ge Erfah­rung in die­sem Bereich aus.

Im Vor­feld war, mut­maß­lich aus dem Kul­tur­amt, gegen­über der ört­li­chen Pres­se kol­por­tiert wor­den, die bei­den Rechts­an­wäl­te hät­ten auch Sicher­heits­kon­zep­te für die bekann­ten Open-Air-Ver­an­stal­tun­gen Wacken und Rock am Ring erstellt. Der Wacken-Ver­an­stal­ter hält sich mit Ver­weis auf intere­ne Ange­le­gen­hei­ten gegen­über der NRWZ bedeckt. Dage­gen reagiert der für Rock am Ring zustän­di­ge Pla­ner der Marek-Lie­ber­berg-Kon­zert­agen­tur, Mar­ten Pauls, offen: „An der Erstel­lung und Gestal­tung der Sicher­heits­kon­zep­te für die Ver­an­stal­tun­gen Rock am Ring 2015 und 2016 in Men­dig war Vol­ker Löhr nicht betei­ligt. Es besteht auch kei­ne Zusam­men­ar­beit an ande­rer Stel­le. Rechts­an­walt Dani­el Schlat­ter war weder am Nür­burg­ring noch in Men­dig mit der Erstel­lung der Sicher­heits­kon­zep­te für Rock am Ring befasst.” Löhr wie­der­um sei ledig­lich vor 2014 als Fach­an­walt und Bera­ter auf Sei­ten des Nür­burg­rings in die Erstel­lung der renn­stre­cken­spe­zi­fi­schen Tei­le des Sicher­heits­kon­zepts der Ver­an­stal­tung Rock am Ring am Nür­burg­ring invol­viert gewe­sen, „hat die­ses aller­dings nicht allein­ver­ant­wort­lich erstellt.”

Eine gewis­se Dis­kre­panz in den Dar­stel­lun­gen, die unauf­ge­löst blei­ben muss. Denn für Kul­tur­amts­lei­ter Dob­mei­er zählt nicht die Rol­le der Rechts­an­wäl­te, son­dern, dass etwa das Rote Kreuz sei­ne Anfor­de­run­gen habe for­mu­lie­ren kön­nen. Das hat kon­kret dazu geführt, dass ein Ver­an­stal­ter auf sei­ne eige­ne Par­ty­band ver­zich­ten muss, die zuletzt auf dem Anhän­ger eines Last­zugs zen­tral in der Kirch­stra­ße gespielt hat­te. Die Men­schen­trau­be davor: nicht mehr ver­ant­wort­bar, zumal die Stra­ße jetzt offi­zi­ell als Ret­tungs­gas­se titu­liert ist.

Die­se Kon­zert­ab­sa­ge rief ein wenig Pro­test in Schwen­nin­gen her­vor. Doch Dob­mei­er wuss­te geschickt, ein Kör­per­teil zu plat­zie­ren: sei­nen Hin­tern. So haf­te er per­sön­lich mit die­sem, wenn etwas pas­sie­re, sag­te er kri­ti­schen Stadt­rä­ten wäh­rend einer Gemein­de­rats­sit­zung jüngst. Er sei nament­lich als Ver­an­stal­ter ein­ge­tra­gen, nicht etwa die Stadt Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen, erklär­te Dob­mei­er auch am Diens­tag der Pres­se. Damit war die Dis­kus­si­on vor Ort, an der sich etwa der SPD-Orts­ver­band betei­ligt hat­te, been­det. Auch die betrof­fe­ne Band, die nun kei­ne Büh­ne mehr hat, konn­te Dob­mei­er beru­hi­gen – er ver­sprach ihr vor ver­sam­mel­ter Pres­se eine Berück­sich­ti­gung im kom­men­den oder nächs­ten Jahr.

Besonders unter Beobachtung: der Muslenplatz. Foto: pm
Beson­ders unter Beob­ach­tung: der Mus­len­platz. Foto: pm

Wei­te­re Aus­wir­kun­gen des neu­en Sicher­heits­kon­zepts: Der Mus­len­platz, zen­tra­ler Ver­an­stal­tungs­ort mit tau­sen­den Men­schen und gro­ßer Büh­ne, wird nicht mehr frei zugäng­lich sein kön­nen. „Wir über­le­gen gera­de”, zeig­te Dob­mei­er noch am Diens­tag­mor­gen, dass alles im Fluss ist, „ob wir eine Ein­bahn­re­ge­lung für die Besu­cher machen.” Die wür­den sozu­sa­gen über den Platz geschleust. Er per­sön­lich bevor­zu­ge die Alter­na­ti­ve dazu: den Platz zu sper­ren, wenn er zu etwa 80 Pro­zent mit Men­schen gefüllt sei. Das hält Dob­mei­er für leich­ter umsetz­bar. Auch Not­aus­gän­ge wer­den ein­ge­plant.

Aus der Pres­se­stel­le hieß es dazu: 

Für die Pro­jekt­be­tei­lig­ten und Akteu­re sind die­se Ände­run­gen im gewohn­ten Ablauf unter Umstän­den unglück­lich, den­noch zwin­gend erfor­der­lich, um einen rei­bungs­lo­sen Ablauf der Ver­an­stal­tung gewähr­leis­ten zu kön­nen und –sofern not­wen­dig- im Extrem­fall schnell und opti­mal han­deln zu kön­nen.

Zudem muss die Stadt­ver­wal­tung mehr Sicher­heits­leu­te ein­set­zen, vie­le davon mit Funk­ge­rä­ten aus­stat­ten – über die im Not­fall dann ein vor­ge­ge­be­nes Alarm-Stich­wort aus­ge­ge­ben wer­den kann. Das Sys­tem geht in die zehn­tau­sen­de Euro, so Dob­mei­er. 

In der Kul­tur­nacht selbst wer­den laut Dob­mei­er die bei­den Rechts­an­wäl­te unter­wegs sein, um die Umset­zun­gen des neu­en Sicher­heits­kon­zepts und sei­ne Aus­wir­kun­gen zu prü­fen. 

Aus der Pres­se­stel­le hieß es im Vor­feld:

Die Erstel­lung eines Sicher­heits­kon­zep­tes ist auf­wän­dig, man muss die ört­li­chen Bege­ben­hei­ten ein­be­zie­hen usw. Inso­fern konn­te das nun anzu­wen­den­de Kon­zept lei­der erst kurz­fris­tig umge­setzt wer­den, den­noch müs­sen die Stan­dards zur Sicher­heit aller Betei­lig­ten und Besu­cher ein­ge­hal­ten wer­den. 

Das Sicher­heits­kon­zept bzw. Tei­le die­ses sol­len zukünf­tig für Groß­ver­an­stal­tun­gen in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen als Mus­ter bzw. als Basis für Ver­an­stal­ter die­nen. Das Kon­zept für die Kul­tur­nacht kann wie gesagt nur eine Basis sein, da man die Sicher­heits­be­din­gun­gen immer an die ört­li­chen Bege­ben­hei­ten und die unter­schied­li­chen Ver­an­stal­tungs­si­tua­tio­nen anpas­sen muss (Ret­tungs­we­ge, Not­aus­gän­ge etc.).

Ähnlich ist es in Rottweil

In Rott­weil läuft das ähn­lich. Bei­spiel: Stadt­fest. „Die Sicher­heits­kon­zep­ti­on für das Stadt­fest erar­bei­ten wir gemein­sam mit unse­ren Koope­ra­ti­ons­part­ner im Vor­feld der Ver­an­stal­tung“, ant­wor­tet der städ­ti­sche Pres­se­spre­cher Tobi­as Her­mann auf Nach­fra­ge der NRWZ. Betei­ligt an die­sem Pro­zess sei­en die Poli­zei, das ört­li­che Rote Kreuz, die Feu­er­wehr, das beauf­trag­te Sicher­heits­un­ter­neh­men, das städ­ti­sche Ord­nungs-, sowie das Kul­tur- und Sport­amt. „Da sich die Gege­ben­hei­ten auf Grund von Stand­auf­tei­lun­gen jeweils anders dar­stel­len kön­nen, wer­den die Sicher­heits­as­pek­te für jedes Stadt­fest neu beleuch­tet“, berich­tet Her­mann.

Noch nicht alles geregelt?

Weni­ge Tage vor der Schwen­nin­ger Kul­tur­nacht scheint der­weil immer noch nicht wirk­lich alles gere­gelt und bereit zu sein. Erst am Mon­tag­abend, kei­ne zwei Wochen mehr vor der Kul­tur­nacht, soll wenigs­tens ein Ver­ein von der Stadt dar­über in Kennt­nis gesetzt wor­den sein, dass er eine ande­re als die geplan­te Becher­grö­ße an sei­nem Stand ein­zu­set­zen habe. Für den Ver­ein bedeu­tet das, dass er die vor­han­de­nen Becher erset­zen muss, und dass er ver­är­gert über eine Absa­ge der Teil­nah­me an der Kul­tur­nacht nach­denkt. Auch zu den Geträn­ke­prei­sen soll die Stadt­ver­wal­tung Vor­ga­ben gemacht haben.

Die Stadt­ver­wal­tung zeigt sich über­rascht. Kul­tur­amts­mit­ar­bei­ter Mein­rad Kempf ant­wor­tet der NRWZ: „Die Ein­hal­tung von Richt­prei­sen und eines Pfand­sys­tems gehört seit meh­re­ren Jah­ren zu den Gepflo­gen­hei­ten der Kul­tur­nacht.” Die Grö­ße der Becher sei nicht regle­men­tiert, hin­ge­gen aber der Abga­be­preis. „Uns geht es dar­um”, so Kempf, „einen ‚Bie­ter­wett­streit‘ zwi­schen den ver­schie­de­nen Stän­den zu ver­mei­den. Eben­so soll, aus nahe­lie­gen­den Grün­den, ein Pfand­sys­tem ange­wen­det wer­den.” In die­sem Jahr sei­en die­se Spiel­re­geln erst­mals in den Teil­nah­me­be­din­gun­gen fixiert wor­den, nach­dem die Stadt vor den ver­gan­ge­nen Kul­tur­näch­ten einen eher all­ge­mei­nen Hin­weis dar­auf ver­schickt habe. „Wir sind selbst über­rascht”, so Kempf, „dass der eine oder ande­re Ver­ein erst jetzt davon Kennt­nis genom­men hat.”

Ganz klar: Schwen­nin­gen steht vor der größ­ten, sichers­ten, regle­men­tier­tes­ten Kul­tur­nacht. Dob­mei­er ist sich aber auf Nach­fra­ge der NRWZ sicher, dass er und sein Team die tra­di­tio­nel­le Schwen­nin­ger Ver­an­stal­tung zukunfts­si­cher gemacht haben. Am Ende wer­den, wenn alles glatt läuft, die vie­len tau­send Besu­cher ohne­hin nicht viel mit­be­kom­men vom immensen Pla­nungs­auf­wand im Vor­feld. Son­dern ein­fach zum elf­ten Mal ein gro­ßes Fest erle­ben. Eines, bei dem sich in letz­ter Minu­te Ände­run­gen erge­ben: die Bands The Soul­ma­chi­ne – das ist die auf dem Truck – und Blues­quam­per­fekt tre­ten bei­spiels­wei­se nicht auf.

König Fußball bleibt zunächst eine Unbekannte

Jetzt könn­te es allen­falls pas­sie­ren, dass die deut­sche Natio­nal­mann­schaft bei der Fuß­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft just am 2. Juli ab 21 Uhr ihr Vier­tel­fi­nal­spiel bestrei­tet. Das ist etwas, das Dob­mei­er nicht pla­nen oder regle­me­nie­ren kann. Die­ses Spiel kön­ne dazu füh­ren, dass die Zuschau­er­zahl für die­se zwei Stun­den zurück­ge­he, sin­niert er, um die­sen Gedan­ken mit einem Schul­ter­zu­cken zu been­den. Schlech­tes Wet­ter wäre schlim­mer. Klar ist für ihn: ein städ­ti­sches Public Viewing wird es nicht geben, viel zu teu­er, „die UEFA macht da stren­ge Auf­la­gen”, so Dob­mei­er.

Nicht leist­bar in einer Stadt, in der ein Mit­ar­bei­ter und ein Jour­na­list wit­zeln, ob sie sich viel­leicht das Espres­so-Gedeck tei­len wol­len. 

Infos zur Lan­gen Schwen­nin­ger Kul­tur­nacht auf Face­book und auf der städ­ti­schen Web­site.