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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Schram­berg Schwer­punkt Indus­trie­ge­schich­te

Schwerpunkt Industriegeschichte

D’Kräz 39 erschie­nen

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SCHRAMBERG – Seit 39 Jah­ren das­sel­be Ritu­al. Am Frei­tag vor dem ers­ten Advent lädt Mar­tin Mau­rer mit dem jewei­li­gen Redak­teur  zum Pres­se­ge­spräch, um die aktu­el­le Aus­ga­be der Zeit­schrift des Muse­ums- und Geschichts­ver­ein „D’Kräz“ vor­zu­stel­len. Das Lokal hat ein­mal gewech­selt, vom Café Brant­ner zum  Gast­hof Hirsch, die Redak­teu­re mehr­fach. Mau­rer selbst hat nur ein ein­zi­ges Mal pas­sen müs­sen: „Da hat­ten wir ver­se­hent­lich einen  Urlaub gebucht.“

Er wird sicher auch die 40. Aus­ga­be vor­stel­len. Dann wird näm­lich auch der Ver­ein 40. Die­ses Dop­pel­ju­bi­lä­um wer­de man mit einem Fest­akt zusam­men am 28. Novem­ber 2020 in der Aula des Gym­na­si­ums bege­hen. „Einen pro­mi­nen­ten Fest­red­ner haben wir auch schon“, kün­dig­te Mau­rer an. In einer Leser­um­fra­ge möch­ten die Macher der Kräz  bis dahin erfah­ren, wel­che Geschich­ten sie denn beson­ders beein­druckt haben. Mau­rer dank­te wie­der den Autorin­nen und Autoren für ihre Bereit­schaft ihre Auf­sät­ze hono­rar­frei  bei­zu­steu­ern und Graf für des­sen Redak­teurs­ar­beit.

Der lang­jäh­ri­ge Redak­teur und heu­ti­ge Archi­var der Stif­tung St. Fran­zis­kus in Hei­li­gen­bronn hat wie­der ein Heft mit 100 Sei­ten und acht gro­ßen Bei­trä­gen zusam­men­ge­stellt. Schwer­punkt sei mit drei Arti­keln mit unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven die Schram­ber­ger Indus­trie­ge­schich­te, so Graf.

Junghans, Majolika und Moser

Niko Jung­hans, der Urur­en­kel des Fir­men­grün­ders Erhard Jung­hans, hat die Anfän­ge der Fir­ma Jung­hans mit der Ölmüh­le erforscht und die Bau­ge­schich­te der ers­ten sechs Gebäu­de an der Geiß­hal­de rekon­stru­iert.

Gün­ter Buch­holz, der an der Geschich­te der Majo­li­ka­fa­brik arbei­tet hat sich in sei­nem Auf­satz mit der 100-Jahr-Fei­er 1920 befasst. Nächs­tes Jahr fei­ert die Majo­li­ka bekannt­lich ihren 200. Geburts­tag. Ernst Huber hat ein Por­trät von Albert Fritz und Erwin Moser hin­ter­las­sen, den Fir­men­chefs der Möbel­wer­ke Moser. Dar­in schil­dert der letz­tes Jahr Ver­stor­be­ne Huber die bei­den  „poin­tiert und unter­halt­sam“, so Graf.

Pfarrer, Frauen, Oberbürgermeister

. Nor­bert King  hat  sich eines „reform-katho­­li­­schen“ Pfar­rers ange­nom­men. Der in Schram­berg gebo­re­ne Pfar­rer Josef Mauch habe  „für eine Kir­che gekämpft, die sich mit moder­nen Struk­tu­ren aus­ein­an­der­setzt.”

Die ehe­ma­li­ge Lei­te­rin des Stadt­mu­se­ums Schram­berg Gise­la Lix­feld  kommt noch­mals auf das Frau­en­wahl­recht in Schram­berg zurück. Sie schil­dert das sozi­al­po­li­ti­sche Enga­ge­ment der drei ers­ten Schram­ber­ger Stadt­rä­tin­nen The­re­sia Bant­le, Ber­ta Kuhnt und  Jose­fi­ne Wer­ner in den Jah­ren von 1919 bis 1928. Ihr Nach­fol­ger Cars­ten Kohl­mann beschreibt die Geschich­te der Amts­ket­te  für die Ober­bür­ger­meis­ter. Der Han­­dels- und Gewer­be­ver­ein hat­te sie 1974 gestif­tet. Getra­gen haben sie bis­her nur Kon­stan­tin Hank, Roland Geit­mann und Bernd Rei­chert. Her­bert O. Zinell und Tho­mas Her­zog tru­gen sie nie. Doro­thee Eisenlohr bevor­zugt and­re Ket­ten.

Die­ter Kohl­mann hat sich in sei­nem Auf­satz die Geschich­te der Stei­ge vor­ge­nom­men und schil­dert das ”Leben auf und neben der Stra­ße”. Grund­la­ge ist eine Erzäh­lung von Karo­li­ne Grü­ner aus dem Jahr 1929.

Ober­bür­ger­meis­ter a. D. Tho­mas Her­zog hat wie­der einen kom­mu­nal­po­li­ti­schen Rück­blick für das Jahr 2018 ver­fasst und mit einem Blick in die Zukunft ver­knüpft. Er befasst sich dabei mit der Lan­des­gar­ten­schau­be­wer­bung und dem dar­aus ent­wi­ckel­ten Pro­gramm ”Stadt­um­bau 2030 plus”. Abge­run­det wird die Kräz wie­der durch eine Jah­res­chro­nik,  Hin­wei­se auf Neu­erschei­nun­gen lokal­his­to­ri­scher Lite­ra­tur und die Ver­an­stal­tun­gen des Ver­eins.

Info: D’Kräz kos­tet wei­ter­hin acht Euro. Sie ist zu kau­fen in Schram­berg in der ”Buch­le­se”, im Stadt­mu­se­um und Muse­um Erfin­der­zei­ten, in den Filia­len Bäcke­rei Brant­ner beim Spit­tel und auf dem Sul­gen in der Berg­stra­ße und Sul­gen-Mit­­­te. In Ten­nen­bronn in der Orts­ver­wal­tung, in der ”Fri­sche Ecke” in Lau­ter­bach und im Toto-Lot­­to-Laden in Aich­hal­den wird sie eben­falls ver­kauft.

 

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