NRWZ.de, 27. Juni 2022, Autor/Quelle: Pressemitteilung (pm)

Sommersprossen-Auftakt zu „100 Jahre Donaueschinger Musiktage“

ROTTWEIL – Das Rottweil Musikfestival Sommersprossen startet am Freitag, 1. Juli, um 20 Uhr in der Kunststiftung Erich Hauser in seine 55. Konzertsaison.  Unter dem Titel „Die Rottweiler – 100 Jahre Donaueschingen“ schlägt es eine Brücke der Musiker und Komponisten mit Rottweiler Wurzeln zum hundertjährigen Jubiläum der Donaueschinger Musiktage.

Das eigentlich für die Reihe „Dreiklang – Klassik im Landkreis Rottweil“ angesetzte Konzert musste mehrfach Corona weichen und kann nun endlich frei von Einschränkungen stattfinden – samt dreier Uraufführungen.

Dennoch bleiben alle Konzerte in der luftigen und großzügigen Werkhalle der Kunststiftung Erich Hauser auf der Saline, die sich 2021 unter Coronabedingungen bestens bewährt hatte.

Das erste Konzert knüpft dann auch an die Donaueschinger Musiktage der vergangenen 100 Jahre an. Der Festivalauftakt ist damit quasi ein Echo des letztjährigen Festivals. Vielfach ausgezeichnete, junge Rottweiler Musikerinnen und Musiker präsentieren Kompositionen von Alban Berg und Paul Hindemith aus den Anfängen der Donaueschinger Musiktage und stellen diesen zeitgenössische Werke gegenüber. So gestalten Simon Strasser (Oboe), Eszter Kruchió (Violine), Janina Ruh (Violoncello) und Dmitry Batalov (Klavier) den Auftakt des Festivals. Der ursprünglich vorgesehene Pianist Martin Schmalz musste krankheitsbedingt leider absagen. Auch die Komponisten beziehungsweise die Komponistin, deren Werke im zweiten Teil des Konzertabends aufgeführt werden, stammen allesamt gebürtig aus Rottweil.

Das Rottweil Musikfestival Sommersprossen war und ist seit seiner Gründung vor nunmehr 55 Jahren immer auch ein Ort für zeitgenössische Musik und legt regelmäßig Wert auf Uraufführungen. Der 1980 geborene Komponist Matthias S. Krüger ist in diesem Konzert demzufolge gleich mit drei Uraufführungen vertreten: „Bald sind wir aber Gesang“, „klopfen I“ und „beben“. Krüger lotet neuartige Tonalitäten und harmonikale Potenziale aus. Die Komponistin Julika Lorenz, geboren 1998, studierte bei Christian Sikorski (Stuttgart) und Elisabeth Kufferath (Hannover) und steht seit 2021 als Violinistin beim Staatsorchester Kassel unter Vertrag.  An diesem Abend wird ihre Komposition „Rezitativo et Danza“ zu hören sein. Der 1986 geborene Komponist Christian Diemer ist mit „Te ombroma 995 acai“ für Violine, Violoncello und Klavier (2016) und „Etüdewürfel“ für Violine und Cello (2013) vertreten.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Konzertteil lädt Julia Guhl, die Intendantin Rottweiler Dreiklang-Konzerte, deren Konzert nun innerhalb der Sommersprossen stattfindet, zu einer Podiumsdiskussion mit einigen der Rottweiler Komponisten ein. Julia Guhl ist es ein Anliegen „dem hiesigen Publikum aufzuzeigen, dass wir viele gebürtige Rottweilerinnen und Rottweiler haben, die sich national und international als qualitativ sehr hochwertige Künstlerinnen und Künstler etablieren konnten.“ Oder ganz kurz gefasst: das Gute liegt doch so nah. Und das Publikum dieses Konzertabends kann endlich wieder live „Ohrenzeuge“ dieser spannenden Kompositionsprozesse und der Rottweiler Musikerinnen und Musiker werden. SWR2 zeichnet das Konzert vor Ort in Rottweil auf und wird es am 17. November um 21.05 Uhr im Hörfunk ausstrahlen.

INFO: Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 18 Euro (Abendkasse 20 Euro).  Schüler, Studenten und Auszubildende erhalten 50 Prozent Ermäßigung, der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist frei, es wird jedoch ein Ticket benötigt. Es existiert ein Festivalpass: alle 7 Konzerte für 150 Euro.

Sommersprossen-Auftakt zu „100 Jahre Donaueschinger Musiktage“