Von links: Kulturamtsleiter Marco Schaffert, Volksbankdirektor Henry Rauner, Rudi Strasser und Jutta Schwab vom Freundeskreis sowie Christiane Frank und Anne Probst vom Kulturamt. Foto: pm

ROTTWEIL – Die 52. Auf­la­ge des tra­di­ti­ons­rei­chen Rott­wei­ler Fes­ti­vals fin­det erst­mals unter neu­er Regie statt. Inten­dant ist nun der inter­na­tio­nal auf­tre­ten­de Vio­li­nist Flo­ri­an Don­de­rer, der schon frü­her regel­mä­ßig bei den Som­mer­spros­sen als Musi­ker zu Gast war. Neue Ide­en und fri­scher Wind wer­den kom­bi­niert mit bewähr­ten Kon­zep­ten, jun­ge Musi­ker und „alte Hasen“ tref­fen vom 2. bis 9. Juli in Rott­weil an bekann­ten und neu­en Spiel­or­ten auf­ein­an­der. Ab 6. Mai sind Kar­ten im Vor­ver­kauf erhält­lich, die Fly­er lie­gen kos­ten­los aus.

Sei es in der Kapel­len­kir­che Rott­weil, dem deko­ra­ti­ven Jugend­stil­saal des Rot­ten­müns­ters oder in der Kathe­dra­le der Pul­ver­fa­brik im Neckar­tal: span­nen­de Kon­zer­te locken die Besu­cher wie­der zu ein­ma­li­gen musi­ka­li­schen Erleb­nis­sen. Nach der Ver­ab­schie­dung des lang­jäh­ri­gen Inten­dan­ten und Mit­be­grün­ders des Fes­ti­vals Ingo Goritz­ki im letz­ten Jahr fin­det die­ses Jahr ein kom­pak­tes und ambi­tio­nier­tes Pro­gramm mit sie­ben Kon­zer­ten unter der neu­en Lei­tung des Vio­li­nis­ten Flo­ri­an Don­de­rer statt. Mit neu­en Musi­kern und Ensem­bles, aber auch mit bekann­ten Gesich­tern geht es in eine neue Fes­ti­val­sai­son. Und wie immer sind die Kon­zer­te in der Regel exklu­siv für die Som­mer­spros­sen zusam­men­ge­stellt und wer­den von den auf­füh­ren­den Musi­ke­rin­nen und Musi­kern vor Ort erar­bei­tet.

Für das Eröff­nungs­kon­zert am 2. Juli geht das Fes­ti­val erst­ma­lig in die Pul­ver­fa­brik im Neckar­tal. Unter dem Titel „Der Mond ist auf­ge­gan­gen“ ste­hen Flo­ri­an Don­derers Signum Quar­tett mit Qua­dro Nue­vo gemein­sam auf der Büh­ne. Die­se zwei Quar­tet­te der Extra­klas­se erfor­schen gemein­sam Volks­lie­der und Lie­der von Franz Schu­bert und schöp­fen dabei die räum­li­chen Gege­ben­hei­ten die­ses unge­wöhn­li­chen Kon­zer­tor­tes voll aus.

Schu­bert steht auch bei den nächs­ten bei­den Kon­zer­ten im Mit­tel­punkt. So spielt am 3. Juli  in „Schu­bert I – Der Tod und das Mäd­chen“ noch­mals das Signum Quar­tett, dies­mal im Son­nen­saal des Kapu­zi­ners.  Neben dem Quar­tett Nr. 6 in D, D 74  wird natür­lich auch das titel­ge­ben­de Stück gespielt, und als beson­de­res Pro­jekt kom­men eini­ge „#Quart­weets“ zur Auf­füh­rung. „Ein Groß­teil unse­rer all­täg­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on fin­det in den sozia­len Medi­en statt,“ schreibt das Signum Quar­tett dazu. „Wir fin­den, dass auch musi­ka­li­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on hier einen Platz haben soll­te. Dar­um rufen wir die inter­na­tio­na­le Twit­ter-Com­mu­ni­ty dazu auf, uns ein kur­zes Quar­tett mit maxi­mal 280 Noten auf Twit­ter zu tweeten—ein #quart­weet“. Ergeb­nis­se die­ses Auf­rufs wer­den an die­sem Abend zu hören sein.

Ein abso­lu­tes High­light wird das drit­te Kon­zert am 5. Juli. Tenor Juli­an Pré­gar­di­en und Pia­nist Lars Vogt, inter­na­tio­na­le Stars der Klas­sik­sze­ne, brin­gen Schu­berts Lie­der­zy­klus „Win­ter­rei­se“ im Jugend­stil­saal des Rot­ten­müns­ters auf die Büh­ne.

Tags dar­auf, am Sams­tag, 6. Juli, gibt es erst­mals ein Dop­pel­kon­zert im Rah­men der Som­mer­spros­sen. Bei einer Art Stab­über­ga­be ste­hen – wie­der­um im Rot­ten­müns­ter – bereits um 17 Uhr beim Kon­zert „En Sui­te – Flie­gen­der Wech­sel“ alter und neu­er Inten­dant gemein­sam mit wei­te­ren bewähr­ten Som­mer­spros­sen-Musi­kern auf der Büh­ne. Nach einem klei­nen Emp­fang des Freun­des­krei­ses Som­mer­spros­sen anläss­lich sei­nes 25jährigen Jubi­lä­ums folgt um 21 Uhr in der klei­nen, aber fei­nen Ruhe-Chris­ti-Kir­che „En Sui­te – Zwei­sam“. Flo­ri­an Don­de­rer und sei­ne Frau, die bekann­te Cel­lis­tin Tan­ja Tetzlaff, spie­len Wer­ke von J.S. Bach, Ben­ja­min Brit­ten und Mau­rice Ravel. Natür­lich kön­nen die bei­den Kon­zer­te auch ein­zeln besucht wer­den, aber wer sich für ein Kom­bi­ti­cket ent­schei­det, spart beim Ticket­kauf.

It´s All About That Bass“ heißt das Kon­zert am 7. Juli in der Kapel­len­kir­che. Das Pro­gramm mit Wer­ken vor allem des 18 Jahr­hun­derts fei­ert die tie­fen Strei­cher, drei Cel­li, ein Kon­tra­bass, aber auch Fagott wird als Bassin­stru­ment zu hören sein. Zum Abschluss geht es am 9. Juli in die Werk­statt der Kunst­stif­tung Hau­ser.  Kam­mer­mu­si­ka­li­sche Wer­ke moder­ner und zeit­ge­nös­si­scher Kom­po­nis­ten von Pou­lenc über Stra­win­sky bis Pen­der­ecki für Strei­cher und Blä­ser wer­den berei­chert durch die Urauf­füh­rung des für das Kon­zert titel­ge­ben­den Wer­kes „Il Can­to del­la not­te III“ von Vol­ker David Kirch­ner.

Neben der För­de­rung, die das Rott­weil Musik­fes­ti­val Som­mer­spros­sen durch das Land Baden-Würt­tem­berg als kul­tu­rel­ler „Leucht­turm“ erhält, wäre die Durch­füh­rung den­noch nicht denk­bar ohne die vie­len ört­li­chen Unter­stüt­zer. Neben der Volks­bank Rott­weil als Haupt­spon­sor brin­gen sich etli­che Rott­wei­ler Unter­neh­men, aber auch Rott­wei­ler Bür­ger mit Spen­den für die ein­zel­nen Kon­zer­te ein. Dane­ben steht der „Freun­des­kreis Som­mer­spros­sen“ den Orga­ni­sa­to­ren des Kul­tur­amts tat­kräf­tig zur Sei­te.

Um Kin­dern und Jugend­li­chen den unge­hin­der­ten Zugang zu klas­si­scher Musik zu ermög­li­chen, wird wie gewohnt der Ein­tritt bis 18 Jah­re für alle Kon­zer­te frei sein, Platz­kar­ten soll­ten aller­dings besorgt wer­den. Älte­re Schü­ler und Stu­den­ten zah­len den hal­ben Preis. Für die treu­en Kon­zert­be­su­cher gibt es wie immer den Fes­ti­val­pass (zu erwer­ben nur in der Tou­rist Infor­ma­ti­on Rott­weil), mit dem man für 130 Euro für alle 7 Kon­zer­te Plät­ze in der bes­ten Kate­go­rie erhält.

INFO: Kar­ten gibt es im Vor­ver­kauf in der Tou­rist Infor­ma­ti­on Rott­weil, Tel. 0741/494 280, touristinformation@rottweil.de sowie bei der Volks­bank Rott­weil und den übli­chen regio­na­len Vor­ver­kaufs­stel­len und natür­lich im Inter­net. Wei­te­re Infos zum Fes­ti­val unter www.sommersprossen-rottweil.de.