Starker Start in den Rottweiler Ferienzauber mit „Operation Wireless“

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25 hochkonzentrierte Stimmen, ob einzeln oder gemeinsam. Wireless lotetet überzeugend die Möglichkeiten jungen Chorgesangs aus.   Fotos: Elke Reichenbach

Ob Wind­pho­nics oder Via Voce – stets eröff­net ein regio­na­les Pro­jekt den Rott­wei­ler Feri­en­zau­ber. Ein Kon­zept mit Erfolg, auch in die­sem Jahr. Beim Auf­takt des Kul­tur-Spek­ta­kels am Mitt­woch­abend im Kraft­werk stand Uli Groß mit dem jun­gen Jugend­chor Wire­less auf der Büh­ne im Koloss­saal. Und der war bis auf weni­ge Plät­ze aus­ver­kauft.

Rockig-souli­ger Auf­takt mit Debo­ra Vater und Jonas Weis­ser von Diary’s Tale.

Stim­men pur erfüll­ten den gro­ßen Saal und zogen die Zuschau­er zwei­ein­halb Stun­den mühe­los in ihren Bann. Debo­ra Vaters vor­an­ge­setz­tes Heim­spiel mit der Vil­lin­gen-Schwen­nin­ger For­ma­ti­on Diary’s Tale bot einen gran­dio­sen Ein­stieg in einen Kon­zert­abend vol­ler jun­ger, unver­brauch­ter Stim­men, die auf der blau erleuch­te­ten Büh­ne zei­gen konn­ten, was sie drauf haben.

Vaters kraft­vol­le, souli­ge und aus­drucks­vol­le Stim­me meis­ter­te bra­vou­rös Titel wie Dear Mr. Pre­si­dent oder das leicht ver­jazz­te Sky­fall. Musi­ka­lisch ide­al unter­stützt wur­de sie vom Gitar­ris­ten Olaf Bau­mann, der für sei­ne schnel­len Pickings Son­der­ap­plaus erhielt, sowie von dem jun­gen Vil­lin­gen­dor­fer Sän­ger Jonas Weis­ser und dem Gitar­ris­ten Björn Zibal. Für Bau­mann und Zibal war der Kon­zert­abend nach einer hal­be Stun­de been­det, doch hat­ten sie reich­lich Gele­gen­heit, ihre Sän­ger­kol­le­gen beim anschlie­ßen­den Auf­tritt von Wire­less zu hören.

Die 25 Sän­ge­rin­nen und Sän­ger unter dem Diri­gat von Uli Groß zeig­ten sich als hoch kon­zen­trier­tes, stimm­star­kes Ensem­ble, das bekann­ten Stü­cken aus Rock und Pop wie „Keep on wal­king“ oder Time after time“ Rap­ti­tel von Hen­ning May und Neon­schwarz bei­sei­te stell­te – Chor­ge­sang neu gedacht und gemacht. Ein Kon­zert mit Bot­schaft, die Ope­ra­ti­on Wire­less, mit kri­tisch-sehn­suchts­vol­len Tex­ten über den Welt­zu­stand und die Befind­lich­kei­ten jun­ger Men­schen. Ob Scat­ten, Beat­bo­xen, Rap­pen – die jun­gen Sän­ger aus dem Raum Tutt­lin­gen nutz­ten inner­halb der gut ein­ein­halb Stun­den die Gele­gen­heit, sich nicht nur als Grup­pe, son­dern auch ein­zeln als star­ke Solis­ten zu prä­sen­tie­ren. Ohne vehe­ment gefor­der­te Zuga­be war kein Abgang mög­lich. Wie­der­se­hen macht Freu­de!

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