Ungewöhnliche Kunst an ungewöhnlichem Ort. Fotos: him

SCHRAMBERG  –  Eine wei­te­re Son­der­aus­stel­lung zeigt das Auto- und Uhren­mu­se­um Erfin­der­zei­ten seit die­sem Wochen­en­de – aus­nahms­wei­se nicht in den Räu­men für Son­der­aus­stel­lun­gen im Erd­ge­schoss son­dern im drit­ten Stock mit­ten  unter den Expo­na­ten.

Faden­lauf“ heißt die Schau, die  ursprüng­lich für das  Tex­til- und Renn­sport­mu­se­um in Hohen­stein-Ernst­thal in Sach­sen ent­stan­den ist. 14 Tex­til­künst­le­rin­nen zei­gen 18 Wer­ke, die unter Mit­ver­wen­dung tech­ni­scher Tex­ti­li­en „das brei­te Spek­trum des The­mas Renn­sport künst­le­risch“ umset­zen.

Bei der Eröff­nung und nach der Begrü­ßung durch Hel­mut Ban­hol­zer erläu­ter­te Rebec­ca Roth aus Schram­berg, eine der Künst­le­rin­nen, dass in Sach­sen die Tex­til­in­dus­trie eine gro­ße Rol­le spie­le. Heut­zu­ta­ge hät­ten sich die Betrie­be auf tech­ni­sche Stof­fe kon­zen­triert, wie sie eben in den Renn­an­zü­gen der Renn­fah­rer und  den Schutz­an­zü­gen ihrer Mecha­ni­ker ver­wen­det wür­den.

Auch in vie­len ande­ren Berei­chen sei­en tech­ni­sche Tex­ti­li­en nicht mehr weg­zu­den­ken. In einem Auto bei­spiels­wei­se steck­ten durch­schnitt­lich 25 Kilo­gramm Tex­ti­li­en. In den Kunst­wer­ken gehe es um The­men wie Geschwin­dig­keit, Mobi­li­tät aber auch Ver­letz­lich­keit.  Wegen ihrer beson­de­ren Qua­li­tä­ten sei­en die tech­ni­schen Tex­ti­li­en „nicht so leicht“ zu ver­ar­bei­ten, so Roth. Die Neon­far­ben, wie sie in Schutz­wes­ten ver­ar­bei­tet wer­den, sei­en eben­falls eine Beson­der­heit.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog bedank­te sich bei den Künst­le­rin­nen und über­reich­te stell­ver­tre­tend Roth einen Blu­men­strauß.

Rebec­ca Roth mit OB Her­zog bei der Eröff­nung.

Info: Die Aus­stel­lung ist täg­lich außer mon­tags von 10 bis 18 Uhr geöff­net.