Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum

Hans Zürn d. J., Anbetung der Könige, um 1620/1625, Kunstsammlung der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW)/Museum im Bock, Leutkirch im Allgäu. Foto: Roland Rasemann

SULZ-GLATT – Über die Jah­res­wen­de 2017/18 ver­wan­delt sich das Kul­tur- und Muse­ums­zen­trum Schloss Glatt in ein „Weih­nachts­land“. In einer Son­der­aus­stel­lung wird die Viel­falt an Brauch- und Kunst­for­men ver­an­schau­licht, die das Weih­nachts­fest in Baden-Würt­tem­berg und Baye­risch-Schwa­ben her­vor­ge­bracht hat.

Ab 18. Novem­ber zeigt der Land­kreis Rott­weil in Ver­bin­dung mit der Stadt Sulz am Neckar und dem Bür­ger- und Kul­tur­ver­ein Schloss Glatt im Kul­tur- und Muse­ums­zen­trum Schloss Glatt die Aus­stel­lung „Weih­nachts­bräu­che und Weih­nachts­kunst im schwä­bi­schen Raum“. Prä­sen­tiert wer­den exem­pla­ri­sche Zeug­nis­se der Fest­kul­tur, die für den schwä­bi­schen Raum von his­to­ri­scher (und aktu­el­ler) Bedeu­tung sind. Die aus­ge­stell­ten Kunst­wer­ke und Objek­te, Druck­wer­ke und Manu­skrip­te stam­men gro­ßen­teils aus Muse­en, Biblio­the­ken, Archi­ven und pri­va­ten Samm­lun­gen in Baden-Würt­tem­berg und Baye­risch-Schwa­ben.

Weih­nach­ten ist im Kul­tur­kreis der römisch-katho­li­schen und der evan­ge­li­schen Kir­chen das popu­lärs­te Fest im Jah­res­lauf. Das Weih­nachts­fest wan­del­te sich in der Neu­zeit von einem Kir­chen­fest zu einem vor­wie­gend pri­va­ten und zuneh­mend pro­fa­nen Fami­li­en­fest. Um das Weih­nachts­fest rankt sich ein Geflecht von Bräu­chen; der Viel­falt der Brauch­for­men ent­spricht die Viel­falt der Kunst­for­men.

Die kul­tur­ge­schicht­li­che Aus­stel­lung ist in acht The­men­be­rei­che geglie­dert. Der Doku­men­ta­ti­ons­schwer­punkt liegt auf der Weih­nachts­krip­pe als sym­bol­träch­tigs­ter Mani­fes­ta­ti­ons­form der Fest­kul­tur. Die ers­ten bei­den Abtei­lun­gen sind den Wur­zeln von Krip­pen­bräu­chen und Krip­pen­kunst gewid­met: der Ver­eh­rung des Jesus­kin­des und der Dar­stel­lung der Weih­nachts­ge­schich­te in der Kir­chen­kunst. In fünf Abtei­lun­gen wer­den unter ver­schie­de­nen Sach­as­pek­ten die Ent­wick­lungs­li­ni­en der Krip­pen­kul­tur im süd­west­deut­schen Raum an exem­pla­ri­schen Bei­spie­len auf­ge­zeigt. In einer wei­te­ren Abtei­lung wird die bun­te Fül­le der Weih­nachts­bräu­che, die sich rund um Weih­nachts­krip­pe und Christ­baum ent­fal­tet hat, anhand aus­ge­wähl­ter Bei­spie­le ver­an­schau­licht.

Die Aus­stel­lung „Weih­nachts­bräu­che und Weih­nachts­kunst im schwä­bi­schen Raum“ wird am Sams­tag, 18. Novem­ber, um 16 Uhr von Land­rat Dr. Wolf-Rüdi­ger Michel eröff­net. Kreis­ar­chi­var Bern­hard Rüth führt in den The­men­be­reich der Weih­nachts­bräu­che und der Weih­nachts­kunst ein. Die Ver­an­stal­tung wird vom Büche­le-Quar­tett mit weih­nacht­li­chen Lie­dern und Instru­men­tal­stü­cken aus Ober­schwa­ben umrahmt.

Die Weih­nachts­aus­stel­lung, zu der ein Begleit­buch erscheint, ist bis zum 4. Febru­ar jeweils frei­tags bis sonn­tags von 14 Uhr bis 17 Uhr zu besich­ti­gen. Am 24. und am 31. Dezem­ber bleibt das Kul­tur- und Muse­ums­zen­trum Schloss Glatt geschlos­sen.