Bauausschuß hat zur KiTa Friedrichsplatz richtig entschieden!

In dem Gebäu­de Fried­richs­platz 16 soll in den obe­ren Eta­gen ein Kin­der­gar­ten ein­ge­rich­tet wer­den. Dazu soll an der Rück­sei­te des Gebäu­des eine Flucht­trep­pe gebaut wer­den. Der Bau­aus­schuß der Stadt Rott­weil hat die­ses Vor­ha­ben abge­lehnt.

Damit hat der Bau­aus­schuß recht getan. Das Gebäu­de eig­net sich in kei­ner Wei­se zu einem Kin­der­gar­ten (dunk­le ver­win­kel­te Zim­mer, Trep­pen, Ver­kehrs­lärm vom Fried­richs­platz, kein Aus­lauf, kei­ne Park­plät­ze zum Holen und Brin­gen). Zudem wird der Umbau das schö­ne Eck Kaufhausgasse/Lorenzgasse unwie­der­bring­lich ver­schan­deln. Er dient allein den finan­zi­el­len Inter­es­sen einer Ein­zel­per­son.

Daher macht es einen selt­sa­men Ein­druck, daß in die­ser Sache auf den Bau­aus­schuß Druck aus­ge­übt wur­de und wird. So hat der Ober­bür­ger­meis­ter schon vor der Abstim­mung dem Bau­aus­schuß deut­lich gemacht, daß sein „Hand­lungs­spiel­raum gegen Null gehe“, d.h., daß er das Vor­ha­ben geneh­mi­gen müs­se. Er hat es nicht getan und jetzt prüft das Bau­ord­nungs­amt, ob der Beschluß des Bau­aus­schus­ses rechts­wid­rig ist und droht bei erneu­ter „Zuwi­der­hand­lung“ mit der Rechts­auf­sichts­be­hör­de.

War­um hat man den Bau­aus­schuß über­haupt abstim­men las­sen, wenn eh schon klar ist, wie er abzu­stim­men hat? Ist der Bau­aus­schuß nur ein Akkla­ma­ti­ons­gre­mi­um für „höhe­ren Orts“ getrof­fe­ne Beschlüs­se?

Hubert Rehm, Rott­weil