Besorgt über die Flüchtlinge?

Leserbrief zum Thema "Flüchtlinge und 'besorgte Bürger'"

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Jede Umfra­ge ist nur so gut wie (unter ande­rem) ihre Fra­ge­stel­lung. Wenn mich jemand fragt, ob ich wegen der Flücht­lings­si­tua­ti­on besorgt sei, ant­wor­te ich auch mit „ja“: Klar bin ich besorgt über die Lage – das ist ja wohl nor­mal.

Die Fra­ge ist nur: Wie gehen wir mit unse­rer Besorgt­heit um? Lamen­tie­ren wir und fan­gen eine Neid­de­bat­te an, oder krem­peln wir die Ärmel hoch und tun was, hel­fen die­sen armen Men­schen? Kon­kret ist es im Kreis Rott­weil so: Eini­ge weni­ge „Han­sel“ het­zen im Inter­net­blog. Dem­ge­gen­über ste­hen acht Hilfs­netz­wer­ke im Kreis mit etwa 450 akti­ven Hel­fe­rin­nen und Hel­fern. Das neun­te Netz­werk ist gera­de in Grün­dung. Die face­book-Grup­pe „Netz­werk Will­kom­men“ hat 531 Mit­glie­der, die „Flücht­lings­hil­fe RW – TUT – VS“ 756.

Hun­der­te Men­schen kom­men auf Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen und wol­len auch etwas für die Flücht­lin­ge tun – und das nur hier im Kreis! Das ist die Mehr­heit, DAS ist das Volk, und nicht eini­ge weni­ge, die das immer wie­der laut­stark behaup­ten.

Son­ja Rajsp, Lau­ter­bach

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