Causa Krankenhaus „Nicht zu entschuldigen”

Leserbrief zu „Wir wurden hinters Licht geführt“

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Die Beich­te des OB zum Umgang mit städ­ti­schen Gel­dern offen­bart ein­mal mehr den Umgang der Stadt­ver­wal­tung mit dem Gemein­de­rat. Eine Pan­ne reiht sich an die nächs­te, wird zur Serie und ergibt ein Mus­ter. Beim Erleb­nis­bau­ern­hof haben sich die Kos­ten für die Stadt ver­drei­facht. Eben­falls ver­teu­ert hat sich der Ber­neck­strand. Nach jeder Pan­ne ent­schul­digt sich der OB für sei­ne Mit­ar­bei­ter und gelobt Bes­se­rung.

Man­che Fra­gen der Gemein­de­rä­te wur­den wider bes­se­res Wis­sen unzu­rei­chend, abwie­gelnd, aus­wei­chend oder schlicht unzu­tref­fend beant­wor­tet und als läs­ti­ge Pflicht abge­tan. Jetzt wird offen­bar, dass der OB den Gemein­de­rat bewusst über finan­zi­el­le Details des Came­di-Deals im Unkla­ren ließ. Mei­ne an die Ver­wal­tung gerich­te­ten Fra­gen, ob die Stadt For­de­run­gen gegen die Came­di habe, wur­den ver­neint.

Ein Infor­ma­ti­ons­fluss in Sachen Kran­ken­haus­im­mo­bi­lie gegen­über dem Gemein­de­rat erfolg­te im Wesent­li­chen nur auf Druck des Rates. Der Gemein­de­rat war in die Ent­schei­dun­gen der Stadt nicht aktiv ein­ge­bun­den. Die Infor­ma­tio­nen erfolg­ten nicht-öffent­lich, so dass die Gemein­de­rä­te zur Ver­schwie­gen­heit ver­pflich­tet waren.

Der dem OB Kraft Amtes zuste­hen­de finan­zi­el­le Hand­lungs­rah­men und Ver­trau­ens­vor­schuss, um Ver­pflich­tun­gen im Sin­ne des Gemein­de­rats und für die Stadt ein­zu­ge­hen, wur­de vor­sätz­lich ver­kehrt, um eige­ne Zie­le gegen die befürch­te­te Mehr­heit der Gemein­de­rats­mit­glie­der durch­zu­set­zen. Der Stadt ist nicht nur ein Image‑, son­dern auch ein finan­zi­el­ler Scha­den ent­stan­den. Wer die­sen zu tra­gen hat, soll­te öffent­lich geprüft wer­den.

Soll­ten die Hand­lun­gen des OB straf­recht­lich mög­li­cher­wei­se irrele­vant sein, so sind sie doch gegen­über den Bür­gern und dem Gemein­de­rat respekt­los. Ich kann das nicht ent­schul­di­gen.

Johan­nes Grimm, CDU-Gemein­de­rat, Schram­berg-Sul­gen

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