Ein wenig mehr Flexibilität im Denken

Leser­brief zum Arti­kel „Dumm“, „abso­lut irre“, „weit weg von der Rea­li­tät“

Ich muss zuge­ben, daß ich all­mäh­lich dem ewi­gen The­ma Rott­weil und sei­ner Park­plät­ze müde bin. Nur um den Sach­ver­halt aus mei­ner Sicht zusam­men­zu­fas­sen: In Rott­weil fin­det man immer einen Park­platz!

Zuge­ge­ben viel­leicht nicht immer direkt vor dem Ein­zel­händ­ler sei­ner Wahl und vie­leicht auch ein paar weni­ge
Geh­mi­nu­ten von sei­nem Ziel ent­fernt. Was Rott­weil braucht sind nicht mehr Park­plät­ze son­dern bei man­chen Mit­bür­ger
ein wenig mehr Fle­xi­bi­li­tät im Den­ken. Die Vor­stel­lung direkt vor der Laden­kas­se par­ken zu kön­nen ent­stammt sehr dem
Den­ken einer Zeit in der man mein­te unse­re Innen­städ­te auto­ge­recht umge­stal­ten zu müs­sen.

Eben­so beob­ach­te ich doch tat­säch­lich, daß in Rott­weil die glei­chen Dis­kus­sio­nen über eine auto­freie Innen­stadt geführt wer­den wie in Frei­burg im Breis­gau. Mit dem Unter­schied, daß die­se Dis­kus­sio­nen in Frei­burg vor fast 50 Jah­ren, also mit­te der 70er Jah­re geführt wur­den und zu einer auto­frei­en Innen­stadt führ­ten.

Auch dort war das Weh­ge­schrei groß, die Ein­zel­händ­ler und die „Kas­sen­par­ker” schrien laut auf. Heu­te möch­te nie­mand mehr die auto­freie Innen­stadt und die damit ein­her­ge­hen­de höhe­re Lebens­qua­li­tät mis­sen. Ich hof­fen sehr auf eine ähn­li­che Ent­wick­lung für Rott­weil.

Tho­mas Haß­ler, Rott­weil