Wann wird die Allgemeinheit vom Ärztehaus profitieren? Foto: him

Es ist mir bewusst, dass der­zeit sehr wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen von der Stadt­ver­wal­tung und dem Gemein­de­rat zu tref­fen sind. Aller­dings wären mei­ner Ansicht nach die­se Ent­schei­dun­gen schon viel frü­her fäl­lig gewe­sen.

Es geht im Wesent­li­chen um
– das Ärz­te­haus
– und die Schu­len.
Sekun­där dann auch um das Frei­bad Ten­nen­bronn.

Bezüg­lich Ärz­te­haus und Schu­len haben uns die Nach­bar­ge­mein­den gezeigt, wie man es machen kann. Zumin­dest haben eini­ge die­ser Nach­bar­ge­mein­den die­se Pro­jek­te bereits erfolg­reich rea­li­siert. Die Aus­sich­ten und Mög­lich­kei­ten ent­spre­chen­de Rea­li­sie­run­gen auch in unse­rer Stadt vor­an zu trei­ben, ver­schlech­tern sich von Tag zu Tag.

Unver­ständ­lich ist, zumin­dest nach außen hin, wie gelas­sen der Gemein­de­rat und die Stadt­ver­wal­tung die Ver­schie­bung des Bau­be­ginns des Ärz­te­hau­ses hin nimmt. In die­sem Zusam­men­hang ist eben­so unver­ständ­lich, dass die Stadt­ver­wal­tung die Vor­aus­set­zun­gen die­ses Bau­vor­ha­bens so nach­läs­sig bear­bei­tet hat. Die Frak­tio­nen und der Gemein­de­rat haben anschei­nend die aktu­el­le Situa­ti­on so akzep­tiert.

In der Ver­gan­gen­heit hat sich der Gemein­de­rat doch über viel neben­säch­li­che­re Gege­ben­hei­ten auf­ge­regt und dar­um geküm­mert, so dass Pro­jek­te wie die Sze­ne 64 kurz­fris­tig rea­li­siert wur­den. In unse­rer Klein­stadt-Kom­mu­nal­po­li­tik wur­den eini­ge Pro­jek­te von einer Lob­by und in Abhän­gig­keit der Par­tei­zu­ge­hö­rig­keit durch­ge­boxt und umge­setzt. Das soll­te nun end­lich mal auf ein ver­nünf­ti­ges Maß zurück gefah­ren wer­den. In unse­rer Stadt geht es um das Gemein­wohl der Bür­ger und nicht um Ein­zel­in­ter­es­sen und der Inter­es­sen­wahr­neh­mung bestimm­ter Grup­pen.

Der Anlass mei­ner direk­ten Kri­tik ist, dass ich aus ver­läss­li­cher Quel­le erfah­ren muss­te, dass auf Grund der aktu­el­len Situa­ti­on bereits Über­le­gun­gen exis­tie­ren, eine Pra­xis von Schram­berg in eine Nach­bar­ge­mein­de zu ver­le­gen, also weg vom Ärz­te­haus.

Von der Stadt­ver­wal­tung (Chef­sa­che) erwar­te ich, dass sie sich aktiv um die­se Situa­ti­on küm­mert und nicht nur mit dem Bau­trä­ger, son­dern auch mit den invol­vier­ten Ärz­ten das direk­te Gespräch sucht und alle Hebel in Bewe­gung setzt, so dass die Bau­be­wil­li­gung kurz­fris­tig erfol­gen kann.

Von den Frak­tio­nen erwar­te ich, dass die The­men Ärz­te­haus und Schu­len in den nächs­ten Gemein­de­rats­sit­zun­gen per­ma­nent bespro­chen wer­den und dann auch jeweils die Stadt­ver­wal­tung kurz über den aktu­el­len Stand die­ser Pro­jek­te berich­tet.

Ich kann nur hof­fen, dass die gan­ze Ange­le­gen­heit nicht im Som­mer­loch ein schläft.
Es ist nicht 5 vor 12 son­dern bereits 5 nach 12.

Und dann soll­ten die Bür­ger sehr schnell und umfang­reich infor­miert wer­den.

Ger­not Roth, Schram­berg