Auf diesem Teil des Bernecksportplatzes haben drei andere Fußballspieler einen 16- Jährigen nach einem Foulspiel geschlagen und getreten. Archiv-Foto: him

Es ist doch nichts pas­siert! So ist es! Den Kin­dern von Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog ist mut­maß­lich nichts pas­siert, auch nicht den Kin­dern und Enkeln der Gemein­de­rä­te! Auf dem Klein­spiel­feld gilt seit dem 1. Juni 2016 für alle sport­trei­ben­den Kin­der das „Gesetz der Stra­ße“. Der am 15. August 2016 ver­letz­te und am Boden lie­gend geschla­ge­ne Jun­ge kann ein Lied davon sin­gen.

Wie war der Wer­be­slo­gan für unse­re Stadt? „Schram­berg fühlt sich gut an!“ Auf dem Boden? Mit Schmer­zen? Gede­mü­tigt von einer gewalt­tä­ti­gen Schar? Frank Ger­lach vom JUKS hat­te Gewalt in der öffent­li­chen Gemein­de­rats­sit­zung am 28. April 2016 salon­fä­hig gemacht. Mit Aus­nah­me von drei sach­kun­di­gen Gemein­de­rä­ten folg­ten die Gemein­de­rats­frak­tio­nen dem OB bei der Abstim­mung: Die Alters­be­gren­zung zum Schutz vor Ver­drän­gung und Über­grif­fen wur­de auf dem Klein­spiel­feld am Ber­neck­sport­platz abge­schafft!

Das JUKS, Frank Ger­lach trug vor, man ken­ne die sich wegen der Alters­gren­ze zu Unrecht oft­mals auf­hal­ten­den „Frei­zeit­port­ler“, man kön­ne die Beschrän­kung auch auf­he­ben, und  „wem habe es gescha­det von einem Grö­ße­ren von der Schau­kel geschubst wor­den zu sein?“ Eine fol­gen­schwe­re und ein­deu­tig fal­sche Päd­ago­gik, eine kla­re Auf­for­de­rung zur Tole­rie­rung von kör­per­li­cher Gewalt und Aggres­sio­nen auf dem ehe­ma­li­gen Kin­der­bolz­platz, dem Klein­spiel­feld am Ber­neck­sport­platz!

Die Nut­zungs-Ände­rung wur­de ohne Not von OB Tho­mas Her­zog initi­iert und von Tei­len der Ver­wal­tungs­spit­ze des Schram­ber­ger Rat­hau­ses maß­geb­lich mit gepusht. Schlecht bera­ten! Der OB trägt die poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung, auch für die­se Gewalt­tat auf dem Klein­spiel­feld. Es stellt sich nur die Fra­ge: Wie? Es kann doch nicht sein, dass Kin­der kei­nen geschütz­ten Raum für Sport mehr haben! Eine Beschrän­kung mit sofor­ti­ger Wir­kung für die Nut­zung des Klein­spiel­felds für Kin­der bis zu 14 Jah­ren, auch in Beglei­tung von Auf­sichts­per­so­nen, ist bit­ter nötig!

Herr Ober­bür­ger­meis­ter Her­zog wur­de mehr­fach ein­dring­lich vor dro­hen­den mög­li­chen Über­grif­fen gewarnt! Ein Betre­tungs­ver­bot für die drei Gewalt­tä­ter auf den Flä­chen für Frei­zeit­sport­ler des Ber­neck­sport­ge­län­des ist unum­gäng­lich! Der Ver­un­si­che­rung von Kin­derrn muss min­des­tens so ent­ge­gen getre­ten wer­den! Hat Schram­berg wie­der „nur“ ein Image-Pro­blem? Nein! Schram­berg hat ein wei­te­res selbst­ver­schul­de­tes und sehr erns­tes Pro­blem!

Maria Pascu­al, Schram­berg

Anmer­kung der Redak­ti­on: Die – durch nichts zu ent­schul­di­gen­de – Atta­cke nach einem Foul­spiel ereig­ne­te sich nicht auf dem Klein­spiel­feld, des­sen Benut­zer­ord­nung der Gemein­de­rat geän­dert hat, son­dern am ande­ren Ende des Sport­ge­län­des am Ber­neck­sport­platz auf dem dor­ti­gen Rasen­spiel­feld.