Jugendbeteiligung – bisher eine Farce

Leser­brief zum ers­ten Jugendhea­ring in Rott­weil

Wel­che Far­ce, die Rott­weil erneut auf­führt – nur lei­der nicht im Thea­ter… Nach der Bür­ger­be­tei­li­gung kommt jetzt die Jugend­be­tei­li­gung an die Rei­he, und in Rott­weil unter die Räder. Der Gesetz­ge­ber schreibt sie schließ­lich vor. Und so sieht das Ergeb­nis aus: Gut 200 Schü­ler der wei­ter­füh­ren­den Schu­len erar­bei­ten am 19. Okto­ber beim ers­ten Jugendhea­ring fünf Stun­den lang Ide­en für eine Kom­mu­ne, in der sie sich wohl­füh­len. Auf­be­rei­tung, Nach­be­rei­tung, nächs­te Schrit­te?

Gro­ße Fra­ge­zei­chen bei allen Betei­lig­ten. Gut 20 von ihnen wer­den gela­den, eine Woche spä­ter in der Sit­zung des Gemein­de­rats die Ergeb­nis­se ihrer Arbeit vor­zu­stel­len. Doch was pas­siert: Über zwei Stun­den lässt man die Jugend­li­chen im Rats­saal schmo­ren, bevor Bür­ger­meis­ter Dr. Chris­ti­an Ruf  ihr The­ma über­haupt auf­ruft. Gere­det wird dann aber kei­nes­wegs mit ihnen, son­dern nur über sie. Bis die frus­trier­ten Schü­ler nach wei­te­ren 20 Minu­ten gemein­de­rät­li­cher State­ments gnä­dig ent­las­sen wer­den. So wird Moti­va­ti­on ver­brannt. Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Augen­hö­he sieht ganz anders aus.

Elke Rei­chen­bach, Rott­weil