Kollektiv versagt

Leserbrief zu: „Vom töten leben“

Man muss Fir­men wie Heck­ler & Koch, Diehl und Jung­hans Micro­tech ganz klar den Vor­wurf machen, dass sie es in den lan­gen Jah­ren nach dem zwei­ten Welt­krieg nicht geschafft haben, sich kon­se­quent auf rei­ne NATO-, bzw. Zivil­pro­duk­ti­on zu beschrän­ken. Es fehl­ten kon­se­quen­te Vor­ga­ben aus der Poli­tik und der not­wen­di­ge unter­neh­me­ri­sche Weit­blick.

Hier haben Genera­tio­nen von Poli­ti­kern, Vor­stän­den und Eigen­tü­mer­fa­mi­li­en kol­lek­tiv ver­sagt und sich direkt schul­dig gemacht. Im Umkehr­schluss soll­ten wir uns aber auch selbst ein­mal hin­ter­fra­gen, in wie weit wir alle auch von die­sen „Geschäf­ten“ pro­fi­tie­ren, denn für so man­che hüb­sche Pen­si­on aus Steu­er­gel­dern im selbst­ge­recht erha­be­nen Schul- und Beam­ten­städt­chen, muss­ten jeweils nicht gera­de weni­ge Flin­ten von Obern­dorf aus ihren Weg in alle Welt fin­den. Wir soll­ten anfan­gen, dies in Zukunft so nicht mehr zu akzep­tie­ren!

Ste­fan Weid­le, Vil­lin­gen­dorf