Leserbrief Sonja Rajsp zu “Unternehmernetzwerk lädt AfD-Politiker aus “

Ich finde Ausgrenzung nicht gut und bin der Meinung, dass miteinander sprechen mehr bringt als übereinander. In diesem Falle ist das Pikante jedoch, dass Herr Sänze etwas für sich einfordert, das er seinerseits anderen nicht gewährt. Der Oberausgrenzer beschwert sich, wenn er einmal ausgeschlossen wird.

Die AfD lässt auf ihren Parteitagen nicht mal die Presse zu! Ich kann mich nicht an eine Pressemitteilung des Herrn Sänze mit dem Titel „Skandal! Journalisten vom AfD-Parteitag ausgeladen!“ erinnern. Das Gerechtigkeitsempfinden (sich selbst gegenüber) kennt anscheinend keine Obergrenze.

Aber wehe, ihm widerfährt Böses! Dann schwingt er die Moralkeule, da darf beziehungsweise soll die Presse berichten – und wehe, sie tut es nicht – „Skandal! Keiner beachtet uns“, und er geht in seiner Opferrolle auf. Apropos Opferrolle: Ich war mal auf einer Podiumsdiskussion mit Herrn Sänze – da war er der Einzige, der nicht in der Lage war, sich sein Mikrofon an Kopf und Ohr zu befestigen. Sein Kommentar: „Die AfD bekommt mal wieder die schlechteste Qualität.“ Schuld sind halt immer die Anderen.

Sonja Rajsp, Lauterbach