Lesrbrief zum Arti­kel „Albrecht kan­di­diert erneut in Zimmern”

Zu Ihremm Arti­kel „Albrecht tritt in Zim­mern an“, um den Ort nach Rott­weil ein­zu­ge­mein­den, gestat­ten Sie mir bit­te fol­gen­de Anmerkungen:

1. Die erneu­te Kan­di­da­tur von H. Albrecht erstaunt zum einen wegen sei­nes dama­li­gen desas­trö­sen Ergeb­nis­ses bei der letz­ten Kan­di­da­tur, zum ande­ren wegen sei­nes Ein­punk­te Pro­gramms „Ein­ge­mein­dung der Gemein­de Zim­mern nach Rott­weil“, wobei uner­wähnt bleibt, wie er die­se gegen den wohl eschlos­se­nen Wider­stand unse­res Gemein­de­rats, von dem der Bevöl­ke­rung zu schwei­gen, durch­set­zen will.

2. Die Gemein­de­re­form Anfang der 70er Jah­re und die damit erfolg­ten Ein­ge­mein­dun­gen galt Ort­schaf­ten, die vor allem poli­tisch und wirt­schaft­lich nicht über­le­bens­fä­hig schie­nen. Zim­mern gehört heu­te zu den fünf größ­ten Wirt­schafts­stand­or­ten im Krei­se Rottweil.

3. Über 90% der im „INCOM“ ange­sie­del­ten Gewer­be­be­trie­be gehen auf die uner­müd­li­che Tätig­keit unse­res Bür­ger­meis­ters und sei­nes Teams, nicht etwa auf Rott­wei­ler zurück. Die dar­aus resul­tie­ren­den Gewer­be­ein­nah­men sind also vor allem sein Verdienst.

4. Herr Albrecht erwähnt das rege Ver­eins­le­ben in Zim­mern und erkennt dabei offen­sicht­lich nicht, dass dies Aus­druck der Iden­ti­fi­ka­ti­on der Bür­ger mit ihrer selb­stän­di­gen Gemein­de ist.
5. Herr Albrecht möge bit­te Bei­spie­le dafür brin­gen, dass Ein­ge­mein­dun­gen von Orten mit 6000 Ein­woh­nern sich finan­zi­ell posi­tiv aus­ge­wirkt und einen sozia­len Nut­zen (Stich­wort bür­ger­fer­ne und anony­me Ver­wal­tung gera­de auch für älte­re Men­schen) erbracht hätten.

6. Die von ihm auf­ge­mach­te „Vor­teils­rech­nung“ ent­puppt sich als Milchmädchenrechnung:
Dass die Stel­le eines Haupt­amts­lei­ters und Wirt­schafts­för­de­rers bei einer Ein­ge­mein­dung ein­ge­spart wer­den könn­te, erzeugt Kopf­schüt­teln. Glaubt Herr Albrecht etwa allen Erns­tes, dass die­se Arbei­ten sowie die der „per­sön­li­chen Refe­ren­tin“ des Bür­ger­meis­ters kos­ten­los von dem ent­spre­chen­den Rott­wei­ler Beam­ten geleis­tet würden?
Was die „per­sön­li­che Refe­ren­tin“ des Bür­ger­meis­ters anbe­langt, kann ich aus viel­fäl­ti­ger eige­ner Erfah­rung nur sagen, dass sie in Anbe­tracht ihres orga­ni­sa­to­ri­schen Talents ihr Geld wert ist.
Leis­tun­gen unse­res „Rat­hau­ses“ blei­ben eben­so unge­nannt wie tat­säch­li­che Kos­ten einer etwai­gen Eingemeindung.

7. Kom­men wir zum Schluss: Zwi­schen bei­den Gemein­den besteht in mehr­fa­cher Hin­sicht längst eine Koope­ra­ti­on, und sie wird in Zukunft noch enger wer­den. Sie wird aber nicht zur Ein­ge­mein­dung Zim­merns nach Rott­weil führen.