Freundeskreis Asyl war jahrelang eher passiv

Leserbrief-Antwort zu „Das Bündnis für Integration war schon da“ von Elke Reichenbach: Ich möchte Frau Reichenbach widersprechen: der Freundeskreis Asyl hat in den letzten Jahren definitiv keine stringente Arbeitsstruktur aufgebaut. Erst in den letzten Wochen und Monaten entwickelte sich dort so etwas wie eine einiger-maßen logische Aufgabenverteilung.

Der Freundeskreis Asyl war jahrelang viel eher passiv und saß auf seinen Spendengeldern, wie eine Glucke auf dem Ei. Von wirklich produktiver Flüchtlingshilfe konnte man da sicherlich nicht sprechen. Was die finanziellen Mittel des Freundeskreis Asyl anbelangen, so sind jetzt schon genügend da. Man muss nur die entsprechenden Seiten in den sozialen Netzwerken oder die Tagespresse aufmerksam verfolgen, um zu wissen, dass Geld das Letze ist, was gebraucht wird.

Und auch der 3. Punkt, die an der Grenze der Belastbarkeit befindlichen Ehrenamtlichen, ist wohl überholt. Mittlerweile hat der Freundeskreis, nach eigenen Angaben übrigens, über 150 aktive Helfer. Somit kann wohl kaum von einer Überlastung gesprochen werden.

Die Stadt Rottweil allerdings nimmt ihre wichtige Aufgabe wahr und kommuniziert eine weltoffene Flüchtlingspolitik. Dies ist ein Hauptgrund für die Bildung des Lokalen Bündnisses, neben der aktiven Steuerung vieler Initiativen für ehrenamtliches Engagement in Rottweil, die vorher nicht in dieser Weise kooperativ waren.

Ich bin in der Flüchtlingshilfe in Rottweil aktiv und arbeite in den Foren des Lokalen Bündnisses für Flüchtlingshilfe und Integration in Rottweil aktiv mit. In beiden Bereichen habe ich jetzt und früher Frau Reichenbach nie angetroffen.

Tobias Raff, Rottweil

 

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