Lesermeinung: „Oh Herr, lass Hirn ra!“

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Leser­brief zu: Deiß­lin­ger Rat lehnt Karl-Heinz Mai­er als Orts­vor­ste­her ab

Seit vie­len Jah­ren har­mo­nie­ren die bei­den Gemein­de­tei­le Deiß­lin­gen und Lauf­fen zuneh­mend har­mo­nisch. In vie­len Berei­chen wur­den Brü­cken auf­ge­baut und es wur­de auf­ein­an­der zuge­gan­gen. Ver­ei­ne, Insti­tu­tio­nen und Orga­ni­sa­tio­nen arbei­ten in aller Regel gut zusam­men, wobei die unter­schied­li­chen kul­tu­rel­len Gepflo­gen­hei­ten bei­der Gemein­de­tei­le respek­tiert wer­den.

Durch den Ableh­nungs­be­schluss des Gemein­de­ra­tes bei der Wahl des Orts­vor­ste­hers, wur­de nicht nur der ein­stim­mi­ge Emp­feh­lungs­be­schluss des Ort­schafts­ra­tes igno­riert. Mit die­sem Beschluss wur­den lei­der zwi­schen den Gemein­de­tei­len wie­der emo­tio­na­le Brü­cken ein- und Grä­ben auf­ge­ris­sen.

Zudem zeig­te das Abstim­mungs­er­geb­nis im Gemein­de­rat, dass eini­ge Gemein­de­rä­te nicht ein­mal in der Lage sind, einen Stimm­zet­tel ordent­lich aus­zu­fül­len. Wie sonst kom­men vier ungül­ti­ge Stim­men zustan­de?

Nach­dem der Ort­schafts­rat Lauf­fen wei­ter­hin ein­stim­mig bei sei­nem Emp­feh­lungs­be­schluss bleibt, liegt es nun am Gemein­de­rat selbst, am 10. Mai die unsäg­li­che Ent­schei­dung zu revi­die­ren und damit wie­der etwas Kitt in die neu­en Ris­se zwi­schen den Gemein­de­tei­len fül­len.

Ich wün­sche den Gemein­de­rä­ten hier­zu mit dem schwä­bi­schen Für­bitt­ruf „Oh Herr, lass Hirn ra!“ die ent­spre­chen­de Ein­sicht.

Wolf­gang Zöphel, Deiß­lin­gen-Lauf­fen

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