Oh armes Deutsch­land, wo sind wir nur gelan­det?
Inner­halb von weni­gen Tagen wer­den die Flücht­lings­zah­len von Lau­ter­bach in der Pres­se gebracht: Zuerst mit 358 Per­so­nen durch den CDU-Orts­vor­sit­zen­den Rolf Buch­holz, dann mit ziem­lich genau­en 168 Per­so­nen durch die Land­tags­kan­di­da­tin der Grü­nen Son­ja Rajsp.

Und nun nennt der Kreis­so­zi­al­amts­lei­ter Herr Weber im NRWZ etwas weni­ger als hun­dert.
Ist es so kom­pli­ziert für eine über­schau­ba­re Gemein­de rich­ti­ge Zah­len zu publi­zie­ren oder geht es den meis­ten Men­schen nur noch um Fak­ten aus der Hüf­te schie­ßen?
Kein Wun­der, dass man den Pres­se­ar­ti­keln nicht mehr traut. Scha­de.

Gün­ther Knecht,  Lau­ter­bach

Anmer­kung der Redak­ti­on: Die drei unter­schied­li­chen Zah­len kamen so zustan­de: CDU 358 Flücht­lin­ge – aus der Luft gegrif­fen. Etwas weni­ger als 100 – das sind die­je­ni­gen, die vom Land­rats­amt unter­ge­bracht wer­den,  also die­je­ni­gen, deren Asyl­ver­fah­ren noch läuft. Da die­se Zah­len durch  Hin- und Weg­zug immer mal etwas schwan­ken, nann­te Sozi­al­amts­lei­ter Volk­mar Weber kei­ne exak­te Zahl. Bei den „ziem­lich genau 168” von Son­ja Rajsp han­delt es sich um die Gesamt­zahl der­je­ni­gen Flücht­lin­ge, die in Lau­ter­bach leben, also aner­kann­te und noch nicht aner­kann­te. Und das „ziem­lich genau” war iro­nisch gemeint, weil eben auch die­se Zahl schwankt. Wir haben das im Übri­gen auch genau so dar­ge­stellt. Mar­tin Him­mel­he­ber