Zu allem eine eigene Meinung: NRWZ-Redaktionshund Jasper.
Zu allem eine eigene Meinung: NRWZ-Redaktionshund Jasper.

Lie­be Leser, jetzt wird mein Herr­chen schon bei Spa­zier­gän­gen auf die Flücht­lings­kri­se ange­spro­chen, die ja herr­sche. Ich ver­ste­he das nicht so ganz – eine Kri­se hät­te ich als eine beson­ders schwie­ri­ge Situa­ti­on defi­niert, als eine mas­si­ve Stö­rung des gesell­schaft­li­chen Lebens, als eine bedroh­li­che Lage kurz vor dem Umsturz.

Für mich ist nichts der­glei­chen erkenn­bar: Mein Fut­ter­napf ist zwei­mal täg­lich voll, zu sau­fen gibt es genug und immer frisch, ich kann mich über­all frei an der Lei­ne bewe­gen. Mich hun­gert und dürs­tet nicht, wie der Dich­ter sagen wür­de, es geht mir, den­ke ich an mei­ne Zeit im Tier­heim zurück, so gut wie nie zuvor. Den Deut­schen geht es eigent­lich auch so.

Aber ich ver­ste­he schon: Kommt ein Frem­der in mein Revier, dann che­cke ich den auch erst­mal ab: Was will der, etwa mei­nen Kno­chen? Mir die Chi­cas aus­span­nen? Herr­chen, Frau­chen oder Töch­ter­chen was antun?

Ich ver­ste­he euch Zwei­bei­ner. Knurrt ordent­lich, ver­treibt die Böse­wich­ter, bellt sie an! Wir Hun­de machen das ganz genau­so.

Herz­lich Ihr Jas­per,
Redak­ti­ons­hund