…in luftiger Gondel der Freiheit entgegen.”

"Wahrheit" veralbert ThysssenKrupp und seinen Superlift

Die Wahrheit in der TAZ vom Freitag.

REGION (him) — Der neue Aufzug von ThyssenK­rupp hat viele Jour­nal­is­ten und ihre Medi­en beschäftigt. Auch die in Berlin erschei­dende Tageszeitung TAZ wid­met dem Rot­tweil­er Großereig­nis einen Vierspal­ter. Allerd­ings nicht auf der Deutsch­land­seite, bei Wis­senschaft und Forschung, auf der Wirtschafts­seite, oder wenig­stens unter “Ver­mis­cht­es”.

Nein, auf der let­zten, der Satire­seite, der Wahrheit ziehen die TAZler über ThyssenK­rupp her und machen sich über die PR-Mas­chine, die der Aufzugs­bauer ange­wor­fen hat, lustig. Unter der Über­schrift: “Zeit­en­wende im Aufzug: Heute begin­nt das gold­ene Zeital­ter” ver­al­bern die Berlin­er  die großen Töne, die da in Rot­tweil so gespuckt wur­den: Von Ket­ten beziehungsweise Drahteilen befre­it, schwebten die Men­schen “in luftiger Gondel der Frei­heit ent­ge­gen.”

In typ­is­ch­er Wahrheit­sübertrei­bung heißt es: Man vergesse Buch­druck, Ver­bren­nungsmo­tor und Inter­net, denn “die Wasser­schei­de zum Gold­e­nen Zeital­ter ist der Schwe­beaufzug.” Kün­ftige Gen­er­a­tio­nen wür­den einan­der zuraunen, früher “war alles schlecht, bis Andreas Schieren­beck uns befre­ite.” Schieren­beck ist bekan­ntlich der Chef von ThyssenK­rupp Ele­va­tor oder im Wahrheitssprech, “führen­der Lift­boy bei Thy­senk­rupp”.

Oder auf NRW­Zlich: “Vielle­icht gehts auch ‘ne Num­mer klein­er?”