...und so das bisherige. Foto: him

Man stel­le sich vor, für die Mar­ke Nivea wer­den plötz­lich Logo und Erschei­nungs­bild geän­dert. Oder für UHU oder CocaCo­la. Kein Mar­ke­ting-Exper­te käme auf die­se unsin­ni­ge und sehr teu­re Idee.

Genau das wird aber in Schram­berg zur­zeit ver­sucht. Dabei haben wir seit erwa 15 Jah­ren ein gra­phisch ein­wand­frei­es und von den Stadt­far­ben Gelb/Schwarz gepräg­tes, auf alle Ver­öf­fent­li­chun­gen über­tra­ge­nes Erschei­nungs­bild mit einem wie­der­erkenn­ba­ren Logo – unse­rem Stadt-Wap­pen. Und wir arbei­ten mit einem Slo­gan, der unse­ren wesent­li­chen Vor­teil in den Vor­der­grund rückt: „Schwarz­wald­qua­li­tät erle­ben“.

Nun stellt sich auf Grund einer von Exper­ten sicher pro­fes­sio­nell durch­ge­führ­ten Unter­su­chung und Befra­gung her­aus, dass ande­re Vor­tei­le und nicht nur der Schwarz­wald her­aus­ge­stellt wer­den soll­ten. Also wer­den mit Hil­fe der Bevöl­ke­rung auf Grund die­ser Erkennt­nis­se ein neu­er Slo­gan und ein neu­es Logo gesucht.

Was dabei her­aus­kam, ist mei­ner Mei­nung nach nicht geeig­net, die „Mar­ke Schram­berg“ bes­ser zu posi­tio­nie­ren! Ein Erschei­nungs­bild – oder bes­ser das Cor­po­ra­te-Design – soll­te man nur sehr behut­sam ver­än­dern, fort­schrei­ben und nicht gleich alles über Bord wer­fen. Wenn es sich zeigt, dass z.B. das The­ma „Zeit“ ein wich­ti­ges Argu­ment für Schram­berg ist, dann ist es denk­bar, den Slo­gan zu ändern in „Zeit für Schwarz­wald­qua­li­tät“, oder man nimmt die neue gefun­de­ne Aus­sa­ge „So tickt der Schwarz­wald“ – das inzwi­schen bekann­te Erschei­nungs­bild bleibt unver­än­dert.

Die „Mar­ke Schram­berg“ wird geprägt von den Men­schen, von den viel­fäl­ti­gen kul­tu­rel­len und kirch­li­chen Ange­bo­ten, vom Sport und ande­ren Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten, vom Ein­zel­han­del, von Hand­werk und Indus­trie. Also von uns allen! Lasst uns die Mar­ke Schram­berg zu aller­erst nach innen und dann nach außen tra­gen. So ent­steht Mar­ken­bil­dung.

Klaus And­reae, Schram­berg