Neues Parkhaus: Alt-Oberbürgermeister Engeser meldet sich zu Wort

Thomas Engeser.

In der Diskus­sion um ein neues Parkhaus in der Bahn­hof­s­traße in Rot­tweil — der Einzel­han­delsver­band GHV befür­wortet diesen Stan­dort — hat sich nun Alt-Ober­bürg­er­meis­ter Thomas J. Engeser zu Wort gemeldet. In einem aus­führlichen Leser­brief macht er Vorschläge. Die NRWZ bringt ihn im Wort­laut.

Ich befasse mich, wenn ich ander­er Mei­n­ung bin, nur ungern öffentlich mit gefassten Beschlüssen  des Stad­trates von Rot­tweil oder kom­men­tiere diese,  denn ich halte es für keinen guten Stil wenn ‘der Alte’ (OB) immer rein­funkt. Darum habe ich auch so lange gezögert dies hier zu tun. Aber die ein­deutige Ansicht viel­er Bürg­erin­nen und Bürg­er wie sie in der TED Umfrage des Schwabo zum Aus­druck kam, ver­bun­den mit der Auf­forderung  viel­er Gesprächspart­ner in per­sön­lichen Gesprächen,  mich zu äußern,  haben mich nun doch bewogen, eine Aus­nahme zu machen.

Ich halte ein Parkdeck das über den Park­platz ‘Groß’sche Wiese’ mit Zufahrt von oben gebaut wird, für die kostengün­stig­ste, am schnell­sten umset­zbare und völ­lig aus­re­ichende Lösung. Ein Vorschlag übri­gens den ich in mein­er Zeit als OB schon gemacht habe, der aber bis auf Stad­trat Erwin Grimm — wie so vieles damals — keine Unter­stützung im Rat  fand, vielmehr mit ein­er ‘man­gel­nden Sichtverbindung zur Stadt’ — so wörtlich ein Stad­trat -abge­bügelt wurde.

Ich bin der Mei­n­ung, dass mit den dann neuen Park­plätzen auf der ‘Groß’schen Wiese’  ein gutes Ange­bot an Par­kraum in Rot­tweil vorhan­den wäre — so auch Prof. Kölz, der von der Stadt beauf­tragte Verkehr­sex­perte — und man vielle­icht eher in ein mod­ernes Parkleit­sys­tem investieren sollte. Das geplante Parkhaus jeden­falls bringt keinen entschei­den­den Vorteil, son­dern ist an dieser Stelle nur ein Klotz der das Ensem­ble ‘Vil­la Dut­ten­hofer’ und das Entrée in die Stadt völ­lig kaputt macht. Von den Kosten ein­mal ganz abge­se­hen.

Um  dem Hotel Johan­niter­bad zu helfen und noch rasch einige weit­ere Park­plätze in Nähe des Hotels zu schaf­fen, kön­nte man auf der Grund­fläche des geplanten Parkhaus­es ja noch einen Park­platz anle­gen, dann bräuchte man auch den Kam­er­alamts­garten nicht anzu­tas­ten, was selb­st für eine Inter­im­slö­sung eine Sünde wäre.