Das Fest, es kömmt mit lau­tem Schal­le,
hat die Mensch­heit sie noch alle?
Stil­le und Besinn­lich­keit,
nach der die arme See­le schreit,
ist heu­te völ­lig aus der Mode
und der Wahn­sinn hat Metho­de.

Denn anstatt zu medi­tie­ren,
soll der Mensch heut inves­tie­ren,
in all die unnütz vie­len Gaben,
die Devi­se lau­tet: haben!
Wenn die Wer­bung grölt und schreit
ist das Christ­kind nicht mehr weit!

Im kah­len Nord­mann-Tan­nen­wald
pfeifft der Wind gar ein­sam kalt
abge­holzt schon im August
bringt er Weih­nachts­stu­ben-Frust
wenn an Edel­tan­nen­schnö­seln
zur Unzeit Nadeln fröh­lich brö­seln

Beim Feder­vieh erscheint sodann
unwei­ger­lich der Sen­sen­mann,
wenn die Gans, schon lang gerupft
nackig durchs Gehe­ge hupft
ihr gan­zes Gän­se­le­ben litt,
wünscht man guten Appe­tit!

Doch halt – nicht ganz so nega­tiv,
nachts, noch wäh­rend alles schlief,
hat sich, von oben wohl befoh­len,
das Christ­kind in unser Herz gestoh­len,
ver­brei­tet dort jetzt, wie schon immer
einen fro­hen Hoff­nungs­schim­mer,
dass sich nun zum Jah­res­en­de
alles hin zum Guten wen­de.

Oh, du stil­le Zeit.…..