Leser­brief zum Arti­kel „Drück­jagd am Tier­stein”

Mit gro­ßem Inter­es­se habe ich die Pro- und Con­tra-Argu­men­ta­ti­on zur Jagd in Ihrem Arti­kel „Drück­jagd am Tier­stein” gele­sen. Zur Ver­tei­di­gung der Jagd argu­men­tiert Frau Forst­wir­tin Doro­thee Nagel, dass sie es schön fän­de, wenn sich im Wald alles von selbst regeln wür­de. Dann müss­te aber der Mensch
kom­plett ver­trie­ben wer­den „und ein Wolf, Bär, Luchs oder am bes­ten alle müss­ten eben­falls wie­der her”.

Zu schön, um wahr zu wer­den. Wer ver­hin­dert im Baye­ri­schen Wald (lei­der) sehr erfolg­reich die Wie­der­an­sie­de­lung des Luch­ses? Die Jäger­schaft!!! Wer drängt in den öst­li­chen Bun­des­län­dern auf eine deut­li­che Redu­zie­rung der dort wie­der
hei­misch gewor­de­nen Wöl­fe? Die Jäger­schaft!!!

Komisch, Frau Nagel, wenn dann die Jäger als die gro­ßen Natur­schüt­zer dar­ge­stellt wer­den, die angeb­lich das Gleich­ge­wicht in der Natur wie­der her­stel­len müs­sen. Oder ist da eher eine Riva­li­tät zwi­schen Wild­tier und Jagd­lust erkenn­bar, in der der ein oder ande­re Jäger um einen Abschuss, d.h. ein Reh­lein vor der Flin­te weni­ger fürch­tet?

Micha­el Fied­ler, Schram­berg