Selbstverständnis der Fasnet aufgehoben

Leser­brief zum Arti­kel „Umzug am Sonn­tag: Unbe­schwer­ter Fas­nets-Auf­takt”

Tra­di­tio­nell war und ist die Fas­net und deren Vari­an­ten wie Fast­nacht, Fasching und durch­aus auch Kar­ne­val dazu da, über die Strän­ge zu schla­gen. Gefolgt von dem Ent­beh­rungs­reich­tum der Fas­ten­zeit. Dies ist sicher­lich unbe­strit­ten und gilt auch für die Rott­wei­ler Fas­net.

Das ist jedem „ver­nünf­ti­gen” Nar­ren klar, könn­te man mei­nen. 
Eine Rott­wei­ler Nar­ren­zunft, die sich immer wie­der anmaßt als eine der weni­gen oder sogar als ein­zi­ge Ver­tre­te­rin der rei­nen Leh­re und der Tra­di­ti­on der schwä­bisch-alle­ma­ni­schen 
Fas­net Rech­nung tra­gen zu wol­len, scheint sich damit aber schwer zu tun. Ins­be­son­de­re am Fas­nets­sonn­tag.

Lei­der muss man von der Zunft aus den Medi­en „Emp­feh­lun­gen” ent­neh­men, die so gar nichts mehr mit einer när­ri­schen Kul­tur und Tra­di­ti­on zu tun haben.

Mag in der Sache nicht alles falsch sein, so wider­spre­chen doch Regle­men­tie­run­gen aller Art als sol­ches schon einem när­ri­schen Trei­ben. Hier ist das Selbst­ver­ständ­nis der Fas­net auf­ge­ho­ben.
Was wären wir für Nar­ren, wenn wir uns dem beu­gen wür­den?
War­ten wir ab, was nächs­tes Jahr kommt. „Poli­ti­cal cor­rect” Auf­sa­gen wäre doch eine Idee…

Ste­phan Marks, Rott­weil